Copyright: 10.000 Euro Strafe für Foto, das nur eine Handvoll Nutzer sah
Seit den Anfangstagen des Internets gibt es immer wieder Storys über Urheberrechtsverstöße bzw. Nutzer, die naiv in die Copyright-Falle getappt sind. Dazu zählt auch der Fall eines Berliner Handwerkers, der vor Jahren auf Facebook unerlaubt ein Foto verwendet hat.
Remus hat vor Jahren auf seiner Facebook-Seite namens Rohrexpress das Foto einer Badewanne veröffentlicht. Seine Seite dort hatte bzw. hat gerade einmal 59 Abonnenten, es ist also unwahrscheinlich, dass mehr als 100 Menschen diesen Urheberrechtsverstoß gesehen haben.
Laut Remus wollte er mit dem Foto lediglich auf Wasserknappheit aufmerksam machen bzw. für einen Kalender werben, der Geld für karitative Projekte in Afrika sammelt. So argumentierte jedenfalls seine Anwältin Beata-Konstanze Hubrig, denn sie verwies später (erfolglos) darauf, dass es sich beim Post von Remus um Berichterstattung anlässlich eines tagesaktuellen Ereignisses gehandelt habe - was urheberrechtlich im begrenzten Rahmen erlaubt gewesen wäre.
Die eigentliche Abmahnung erhielt Remus sechs Jahre nach der Veröffentlichung. Er sollte eine Unterlassungserklärung abgeben, was er auch tat. Dennoch kam später ein weiteres Schreiben, das ihm Vertragsbruch vorwarf. Denn Remus hatte zwar das Foto auf Facebook gelöscht, aber nicht dafür gesorgt, dass es nicht länger in der Google-Vorschau auftaucht.
Als Folge verlangte der Fotograf bzw. dessen juristisches Team 2500 Euro. Mit einigem Unwissen und auch einer gehörigen Portion Pech erhöhte sich die Schadenersatzforderung später auf das Dreifache, unter dem Strich sogar das Vierfache, denn eine Berufung wurde vom Oberlandesgericht Köln abgewiesen.
Remus hat nun einen Badewannen-Kalender mit eigenen Fotos gestaltet und bittet damit im Wesentlichen um Spenden bzw. finanzielle Unterstützung. Wer das direkt machen will, der findet die dazugehörige E-Mail-Adresse im Impressum der Seite des Handwerkers.
Siehe auch:
Recht, nicht richtig
Man muss natürlich bei solchen Geschichten immer vorausschicken, dass Urheberrechte ihren Zweck haben und streng genommen keine Frage besteht, dass hier und auch in anderen Fällen Verstöße zu ahnden sind. Man kann und muss sich aber sehr wohl die Frage nach der Verhältnismäßigkeit stellen, denn im vorliegenden Fall kommt einem Handwerker namens Christian Remus ein via Google gefundenes und verwendetes Foto teuer zu stehen, konkret sind es laut Netzpolitik.org (via Tarnkappe) rund 10.000 Euro.Remus hat vor Jahren auf seiner Facebook-Seite namens Rohrexpress das Foto einer Badewanne veröffentlicht. Seine Seite dort hatte bzw. hat gerade einmal 59 Abonnenten, es ist also unwahrscheinlich, dass mehr als 100 Menschen diesen Urheberrechtsverstoß gesehen haben.
Laut Remus wollte er mit dem Foto lediglich auf Wasserknappheit aufmerksam machen bzw. für einen Kalender werben, der Geld für karitative Projekte in Afrika sammelt. So argumentierte jedenfalls seine Anwältin Beata-Konstanze Hubrig, denn sie verwies später (erfolglos) darauf, dass es sich beim Post von Remus um Berichterstattung anlässlich eines tagesaktuellen Ereignisses gehandelt habe - was urheberrechtlich im begrenzten Rahmen erlaubt gewesen wäre.
Die eigentliche Abmahnung erhielt Remus sechs Jahre nach der Veröffentlichung. Er sollte eine Unterlassungserklärung abgeben, was er auch tat. Dennoch kam später ein weiteres Schreiben, das ihm Vertragsbruch vorwarf. Denn Remus hatte zwar das Foto auf Facebook gelöscht, aber nicht dafür gesorgt, dass es nicht länger in der Google-Vorschau auftaucht.
Als Folge verlangte der Fotograf bzw. dessen juristisches Team 2500 Euro. Mit einigem Unwissen und auch einer gehörigen Portion Pech erhöhte sich die Schadenersatzforderung später auf das Dreifache, unter dem Strich sogar das Vierfache, denn eine Berufung wurde vom Oberlandesgericht Köln abgewiesen.
Remus hat nun einen Badewannen-Kalender mit eigenen Fotos gestaltet und bittet damit im Wesentlichen um Spenden bzw. finanzielle Unterstützung. Wer das direkt machen will, der findet die dazugehörige E-Mail-Adresse im Impressum der Seite des Handwerkers.
Zusammenfassung
- Berliner Handwerker nutzte unerlaubt ein Foto auf Facebook.
- Verstoß gegen Urheberrecht kostet ihn rund 10.000 Euro.
- Anwältin argumentierte erfolglos mit Berichterstattung.
- Abmahnung erfolgte sechs Jahre nach Veröffentlichung.
- Foto nicht aus Google-Vorschau entfernt, Vertragsbruch.
- Handwerker erstellt Spendenkalender zur Unterstützung.
Siehe auch:
- Wegweisendes Urteil über Urheberrechte auf KI-Bilder ist da
- Urheberrecht, absurd: Hotelier erfolgreich wegen Fototapete verklagt
- Comic-zeichnender KI wird das Urheberrecht am Werk verwehrt
- Bei Urheberrechtsverletzung gibt Telegram bereitwillig Daten heraus
- Spektakulärer Betrugsfall erschüttert YouTubes Urheberrechts-System
Thema:
Metras Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Facebook
- The Social Reckoning: Erster Trailer zum brisanten Facebook-Thriller
- Super Bowl 2026: Oakley Meta-Brillen halten epische Sportmomente fest
- WhatsApp: Wie man ungewollte Gruppen-Einladungen vermeidet
- Super Bowl 2025: Eine Banane für Chris Pratt und Chris Hemsworth
- Mehr als eine Kamerabrille? Die Ray-Ban-Meta-Smart Glasses im Test
The Social Network im Preis-Check
Beiträge aus dem Forum
-
Facebook Werbung
Ler-Khun -
Facebook sperrt meinen Account und verlangt zum Entsperren Foto
Doodle -
Abfrage der Datenschutzeinstellungen bei jedem Neustart.
DK2000 -
Keine Anzeige meiner Beiträge in Facebook
IsabellaKrystynek -
deutscher Warcraft 3 Discord / deutsche Warcraft 3 Community Facebook
thielemann03 -
Forum und Newsseite datenschutzfreundlicher machen
DanielDuesentrieb -
Facebook Newsfeed Frage
Schlutopia
Neue Downloads
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- 1&1 krempelt Mobilfunktarife um: Jetzt teils mehr für weniger Geld
- Starlink-Konkurrent: Amazon hat genügend Satelliten, um zu starten
- Intel hebt Preise für beliebte Budget-Gaming-CPUs still und heimlich an
- FritzOS 8.25: Neues FritzBox-Update erreicht weitere Modelle
- WM 2026 für 4,99 Euro: Waipu.tv haut 4K-Stick (fast) gratis raus
- Samsung verklagt eine Stadt in NRW: Streit um Schul-iPads eskaliert
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen