Bei Urheberrechtsverletzung gibt Telegram bereitwillig Daten heraus
Behörden haben immer wieder Probleme, von den Betreibern der Messenger-Plattform Telegram bestimmte Nutzerdaten zu erhalten. Ein aktueller, vergleichsweise banaler Fall zeigt nun, dass diese durchaus liefern können, wenn sie denn wollen.
Hierzulande versuchen insbesondere Strafverfolger immer wieder, aufgrund verschiedener Hass-Delikte, an Telegram-Nutzer heranzukommen. Immerhin ist die Plattform seit Langem ein Tummelplatz für verschiedene Gruppen von Verschwörungsgläubigen bis hin zu Neonazis, die sich in ihren Gruppen immer weiter radikalisieren. Der Erfolg der Ermittler ist allerdings meist bescheiden.
Anders als oft kolportiert, liegt das aber nicht daran, dass die Betreiber keine Informationen über ihre Nutzer speichern würden. So wurden jetzt Telefonnummern, IP-Adressen und andere Daten über Nutzer an indische Behörden herausgegeben, die mit einem entsprechenden Gerichtsbeschluss angefordert wurden. Und hier handelte es sich um einen vergleichsweise wenig spektakulären Fall, wie aus einem Bericht des Magazins TechCrunch hervorgeht.
Das Gericht bestätigte nun, dass die angeforderten Daten durch Telegram übermittelt worden sind. Dass man hier kooperativer ist, dürfte auch an der Bedeutung Indiens für die Plattform liegen. Mit rund 150 Millionen Nutzern macht das Land den größten Anteil unter den Usern aus. Aus Sicht dieses Falls ist es da schon ein wenig ironisch, dass die große Popularität hier vor allem auch in Urheberrechtsverletzungen begründet liegt: Es gibt indische Telegram-Gruppen mit zehntausenden Teilnehmern, in denen etwa Filme und Serien geteilt werden.
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Anders als oft kolportiert, liegt das aber nicht daran, dass die Betreiber keine Informationen über ihre Nutzer speichern würden. So wurden jetzt Telefonnummern, IP-Adressen und andere Daten über Nutzer an indische Behörden herausgegeben, die mit einem entsprechenden Gerichtsbeschluss angefordert wurden. Und hier handelte es sich um einen vergleichsweise wenig spektakulären Fall, wie aus einem Bericht des Magazins TechCrunch hervorgeht.
Piraterie bringt Popularität
Ermittelt wurde aufgrund von Urheberrechtsverletzungen. Eine Lehrerin hatte Telegram verklagt, weil in mehreren Nutzergruppen von ihr erstellte Unterrichtsmaterialien ohne Erlaubnis verbreitet wurden. Teils wurden Kopien der Arbeitsmaterialien sogar weiterverkauft - zu niedrigeren Preisen als im Original. Um die Anbieter der illegalen Kopien ausfindig machen zu können, erwirkte die Lehrerin eine gerichtliche Anordnung zur Herausgabe der Daten.Das Gericht bestätigte nun, dass die angeforderten Daten durch Telegram übermittelt worden sind. Dass man hier kooperativer ist, dürfte auch an der Bedeutung Indiens für die Plattform liegen. Mit rund 150 Millionen Nutzern macht das Land den größten Anteil unter den Usern aus. Aus Sicht dieses Falls ist es da schon ein wenig ironisch, dass die große Popularität hier vor allem auch in Urheberrechtsverletzungen begründet liegt: Es gibt indische Telegram-Gruppen mit zehntausenden Teilnehmern, in denen etwa Filme und Serien geteilt werden.
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