Revolution oder Marketing-Blase? Intel kündigt den "KI-PC" an

Dieser Tage gibt es keine Hard- oder Software-Veranstaltung, auf der nicht im Sekundentakt der Begriff KI fällt. Das war auch im Fall von Intel nicht anders, dort wurden neue Technologien angekündigt, der einen "KI-PC" ermöglichten. Das klingt nach Marketing und ist es auch.
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KI auf dem lokalen Rechner

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat Intel für den kommenden Dezember einen neuen Chip angekündigt, bei dem man verspricht, dass dieser so genannte "KI-PCs" ermöglichen wird. Die Idee oder besser gesagt das Marketingversprechen dahinter ist, dass KI-Funktionalitäten, darunter Large Language Models wie ChatGPT und sowie andere Maschinenlern-Modelle wie Llama 2 oder Stable Diffusion auf dem Nutzerrechner ausgeführt werden können und nicht länger Cloud erfordern.

"KI strukturiert die Wissenschaft und so viele Bereiche grundlegend um und setzt neue Anwendungen und neue Erfahrungen in Sachen Produktivität und Kreativität frei", sagte Intel-CEO Pat Gelsinger. "Wir glauben aber auch, dass dies die nächste Ära des PCs einläutet: die KI-PC-Generation."

In der Praxis bedeutet das, dass der kommende Meteor Lake-Chip in Verbindung mit Intel-Software die KI auf das Nutzergerät bringt. Das geschieht mithilfe einer im Chip Neural Processing Engine (NPU) - und ist ein alles andere als neues Konzept, wie The Register anmerkt. Apple und Google verbauen NPUs bereits in ihren mobilen Chips, auch bei AMD ist das nichts Neues.

OpenVINO

Freilich ist der "KI-PC" kein Selbstläufer, laut Gelsinger ist er stark von Apps abhängig, die dafür erstellt werden und auch einen Mehrwert darstellen. Diese zeigte Intel auch, und zwar auf der hauseigenen OpenVINO-Plattform. Zu den gezeigten Demos gehörten Plug-ins zur Bild- und Musikerstellung für Open-Source-Software wie Audacity und das GNU Image Manipulation Program (GIMP).

Ob sich diese Pläne als realistisch oder nachhaltig erweisen, wird sich erst zeigen. Denn wie The Register ironisch anmerkt, hat Intel letztlich ein einziges Ziel: nämlich die Verkäufe von PCs und somit der eigenen Chips zu beflügeln.

Zusammenfassung
  • Intel kündigt neuen Chip für "KI-PCs" an
  • KI-Funktionalitäten sollen auf Nutzerrechner ausgeführt werden
  • Neue Technologie könnte nächste PC-Generation einläuten
  • "KI-PC" Konzept hängt stark von entsprechenden Apps ab
  • Intel zeigt Demos auf OpenVINO-Plattform
  • Kritiker sehen in Ankündigung vor allem Marketingstrategie
  • Ziel ist Steigerung der PC- und Chip-Verkäufe von Intel

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