Microsoft-Forscher haben aus Versehen 38TB interner Daten offengelegt
Microsoft steht im Hinblick auf KI unter besonderer Beobachtung. Jetzt haben Forscher des Unternehmens einen unangenehmen Fehler begangen. Ein unabsichtlicher Eintrag im Microsoft AI Repository auf GitHub hatte 38 TB interne Daten offengelegt.
Wie WizResearch schreibt, hatte Microsoft in den Daten auch ein Disk-Backup offengelegt, das vertrauliche Daten, private Schlüssel, Passwörter und über 30.000 interne Microsoft Teams-Nachrichten enthielt. Die Daten waren nicht direkt Teil des Github-Speichers, vielmehr hatten Microsoft-Mitarbeiter ihre SAS-Tokens (Shared Access Signature) der Azure Storage-Konten unter den Daten "vergessen".
Die Sicherheitsforscher hatten Microsoft am 22. Juni über ihre Entdeckung informiert und damit eine interne Untersuchung ausgelöst. Wie Microsoft jüngst mitteilt, habe diese Überprüfung ergeben, dass keinen Kundendaten offengelegt wurden. Ferner habe man auch keine Hinweise auf Gefahren für interne Dienste erkennen können. Der Zugang, der über die Tokens möglich war, wurde bereit am 24. Juni geschlossen.
Zu guter Letzt nimmt man den Vorfall zum Anlass, um alle öffentlichen Repositorys in Microsoft-eigenen oder angeschlossenen Organisationen und Konten auf die mögliche Offenlegung weiterer SAS-Tokens hin zu untersuchen.
Siehe auch:
Microsoft offenbart versehentlich interne Daten
In regelmäßigen Abständen macht die KI-Forschungsabteilung von Microsoft seine Trainingsdaten unter Open-Source-Lizenz auf GitHub öffentlich. Wie Sicherheitsforscher aufgefallen war, kam es im Rahmen dieser Veröffentlichung jüngst zu einem Fehler, der wohl auf unvorsichtige Microsoft-Mitarbeiter zurückzuführen ist.Wie WizResearch schreibt, hatte Microsoft in den Daten auch ein Disk-Backup offengelegt, das vertrauliche Daten, private Schlüssel, Passwörter und über 30.000 interne Microsoft Teams-Nachrichten enthielt. Die Daten waren nicht direkt Teil des Github-Speichers, vielmehr hatten Microsoft-Mitarbeiter ihre SAS-Tokens (Shared Access Signature) der Azure Storage-Konten unter den Daten "vergessen".
Die Sicherheitsforscher hatten Microsoft am 22. Juni über ihre Entdeckung informiert und damit eine interne Untersuchung ausgelöst. Wie Microsoft jüngst mitteilt, habe diese Überprüfung ergeben, dass keinen Kundendaten offengelegt wurden. Ferner habe man auch keine Hinweise auf Gefahren für interne Dienste erkennen können. Der Zugang, der über die Tokens möglich war, wurde bereit am 24. Juni geschlossen.
GitHub reagiert
Eigentlich hat Microsoft einen Mechanismus in GitHub integriert, der durch Scans von eingereichtem Open-Source-Code die Offenlegung von Anmeldedaten und anderen Geheimnissen im Klartext verhindern soll. Wie der Konzern mitteilt, hat man diese Erkennung jetzt auf alle SAS-Token ausgeweitet, "die möglicherweise übermäßig zulässige Ablaufzeiten oder Berechtigungen aufweisen".Zu guter Letzt nimmt man den Vorfall zum Anlass, um alle öffentlichen Repositorys in Microsoft-eigenen oder angeschlossenen Organisationen und Konten auf die mögliche Offenlegung weiterer SAS-Tokens hin zu untersuchen.
Zusammenfassung
- Microsoft-Forscher veröffentlichen versehentlich 38 TB Daten auf GitHub.
- Vertrauliche Daten, Schlüssel und Passwörter wurden offengelegt.
- Über 30.000 interne Teams-Nachrichten ebenfalls veröffentlicht.
- Sicherheitsforscher lösen interne Untersuchung aus.
- Keine Kundendaten laut Microsoft offengelegt.
- Fehler am 24. Juni behoben, Tokens-Zugang geschlossen.
- Microsoft verstärkt Sicherheitsmaßnahmen und prüft Repositorys.
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