Microsoft stoppt Bündelung von Teams mit Office auf Druck der EU
Der massive Druck der EU zeigt Wirkung. Microsoft hat die Entbündelung von Teams und Office angekündigt. Der US-Softwarekonzern will so einer möglichen Strafe der europäischen Behörden wegen Wettbewerbsverzerrung entgehen. Hinter dem Drama steckt Konkurrent Slack.
Stattdessen bekommen die Kunden künftig die Möglichkeit, eine "Business-Suite" ohne Teams zu wählen, die dann günstiger zu haben ist als Varianten mit Teams. Darüber hinaus kündigte die für Regierungsbeziehungen in Europa zuständige Microsoft-Managerin Nanna-Louise Linde in einem Blog-Eintrag an, dass man die "Interoperabilität zwischen konkurrierenden Kommunikations- und Kollaborationslösungen mit Microsoft 365 und Office 365 erleichtern" will.
Office 365 und Microsoft 365 werden für die meisten Unternehmenskunden dann ohne Teams jeweils monatlich 2 Euro weniger kosten. Teams wird zusätzlich auch weiterhin als Standalone-Produkt für Enterprise-Kunden zur Verfügung stehen, wofür fünf Euro monatlich fällig werden. Bestehende Enterprise-Kunden können auf Wunsch auf eine Variante der Abo-Modelle für Microsofts Büropakete ohne Teams wechseln.
Slack hatte schon 2020 Beschwerde bei der EU eingelegt, weil man sich durch die gebündelte Vermarktung von Teams als Teil der Enterprise-Lösungen für Office-Anwendungen durch Microsoft benachteiligt sah. Der Konzern nutze seine Marktmacht aus, um konkurrierenden Anbietern potenzielle Kundschaft vorzuenthalten.
Vor rund einem Monat dann nahm die EU-Wettbewerbskommission konkrete Ermittlungen auf und startete ein Verfahren wegen Wettbewerbsverzerrung, an dessen Ende potenziell eine Geldstrafe in Milliardenhöhe stehen könnte. Durch die jetzt angekündigten Änderungen möchte Microsoft das EU-Verfahren beilegen.
Download Microsoft Teams - Slack-Konkurrent für Office 365 Siehe auch:
EU hatte vor einem Monat Strafverfahren gestartet
Microsoft beugt sich im Verfahren der Europäischen Kommission dem Druck der Wettbewerbshüter und will nun ab 1. Oktober beginnen, Teams unabhängig von Office anzubieten. Das Kollaborations- und Kommunikations-Tool wird also in Europa nicht mehr nur als Teil der Bündelangebote Microsoft 365 und Office 365 an Unternehmens vertrieben.Stattdessen bekommen die Kunden künftig die Möglichkeit, eine "Business-Suite" ohne Teams zu wählen, die dann günstiger zu haben ist als Varianten mit Teams. Darüber hinaus kündigte die für Regierungsbeziehungen in Europa zuständige Microsoft-Managerin Nanna-Louise Linde in einem Blog-Eintrag an, dass man die "Interoperabilität zwischen konkurrierenden Kommunikations- und Kollaborationslösungen mit Microsoft 365 und Office 365 erleichtern" will.
Abonnements werden ohne Teams zwei Euro billiger
Gemeint ist damit, dass Microsoft eine neue Methode entwickeln will, mit der sich die Web-Varianten der Office-Anwendungen innerhalb der Apps und Tools konkurrierender Anbieter nutzen lassen sollen. Microsoft hat auch schon deutlich gemacht, wie die Preisgestaltung beim Vertrieb von Teams ab dem 1. Oktober für Enterprise-Kunden aussehen soll.Office 365 und Microsoft 365 werden für die meisten Unternehmenskunden dann ohne Teams jeweils monatlich 2 Euro weniger kosten. Teams wird zusätzlich auch weiterhin als Standalone-Produkt für Enterprise-Kunden zur Verfügung stehen, wofür fünf Euro monatlich fällig werden. Bestehende Enterprise-Kunden können auf Wunsch auf eine Variante der Abo-Modelle für Microsofts Büropakete ohne Teams wechseln.
Corona förderte Teams, Slack sah sich benachteiligt
Die Änderungen beim Vertrieb von Office 365 und Microsoft 365 werden innerhalb der EU und der Schweiz umgesetzt. Die Redmonder hatten ihre auf Sprach- und Video-Chats ausgelegte Kommunikationslösung 2017 in Office 365 integriert, ohne dafür einen Aufpreis zu verlangen. Im Lauf der Coronavirus-Pandemie gewann Teams an Popularität und ist seitdem unter anderem als Plattform für Videokonferenzen beliebt.Slack hatte schon 2020 Beschwerde bei der EU eingelegt, weil man sich durch die gebündelte Vermarktung von Teams als Teil der Enterprise-Lösungen für Office-Anwendungen durch Microsoft benachteiligt sah. Der Konzern nutze seine Marktmacht aus, um konkurrierenden Anbietern potenzielle Kundschaft vorzuenthalten.
Vor rund einem Monat dann nahm die EU-Wettbewerbskommission konkrete Ermittlungen auf und startete ein Verfahren wegen Wettbewerbsverzerrung, an dessen Ende potenziell eine Geldstrafe in Milliardenhöhe stehen könnte. Durch die jetzt angekündigten Änderungen möchte Microsoft das EU-Verfahren beilegen.
Zusammenfassung
- Microsoft entbündelt Teams und Office für Firmenkunden
- Ziel ist Vermeidung von Strafen wegen Wettbewerbsverzerrung
- Ab 1. Oktober wird Office 365 auch ohne Teams angeboten
- Kunden können Business-Suite ohne Teams wählen, die günstiger ist
- Microsoft plant Interoperabilität mit konkurrierenden Lösungen
- Teams wird auch als Standalone-Produkt für 5 Euro monatlich angeboten
- Änderungen gelten in der EU und der Schweiz
Download Microsoft Teams - Slack-Konkurrent für Office 365 Siehe auch:
- Microsoft Teams lässt sich nun besser in mehreren Kanälen nutzen
- Neue Microsoft Teams-Version beendet das Anwender-Chaos
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