Telko-Fazit: 5G wurde zu sehr gehypt und hat zu wenig geliefert
In Südkorea kennt man sich mit schnellen Internet-Technologien aus. Daher ist es besonders bemerkenswert, wenn der dortige Mobilfunk-Marktführer kaum ein gutes Haar an der aktuellen 5G-Technologie lässt: Diese sei zu sehr aufgebauscht worden und habe zu wenig geliefert.
Die Mobilfunktechnologie sollte unter anderem den Weg für einen breiten Einsatz des autonomen Fahrens, für unzählige Drohnen-Systeme, erweiterte Realität (XR) und digitale Zwillinge bereiten. Keine dieser Anwendungen ist bisher aus kleineren Nischen herausgekommen, wie aus einem Bericht des Registers hervorgeht.
Die technischen Möglichkeiten seien zwar vorhanden, sie konnten sich aber aufgrund einer Kombination aus "Beschränkungen des Geräteformfaktors, unausgereifter Geräte- und Servicetechnologie, geringer oder fehlender Marktnachfrage und politischen/regulatorischen Problemen" nicht durchsetzen. Die Leistung der 5G-Netze an sich sei hingegen nicht das Problem, heißt es in dem Papier.
Mit den Ausarbeitungen in dem Whitepaper will die SK Telecom vor allem frühzeitig auf den Entwicklungspfad für 6G-Mobilfunk Einfluss nehmen. Dieser befindet sich technisch bereits in Arbeit. Mit einer Markteinführung kann ab 2030 gerechnet werden, sodass hier genug Zeit bleiben sollte, um nicht nur die technischen Details, sondern auch den Anwendungsbereich auf den Umstieg vorzubereiten.
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Killer-Apps bleiben in der Nische
Zu dieser Einschätzung kam die SK Telecom in einem kürzlich veröffentlichten Whitepaper, mit dem man Lehren aus dem Aufbau und dem Betrieb der 5G-Netze ziehen will. Das Papier beginnt mit einer wenig schmeichelhaften Einschätzung, dass 5G zwar als Grundlage für verschiedene neue Anwendungen verkauft wurde, von diesen bisher aber kaum etwas zu sehen ist.Die Mobilfunktechnologie sollte unter anderem den Weg für einen breiten Einsatz des autonomen Fahrens, für unzählige Drohnen-Systeme, erweiterte Realität (XR) und digitale Zwillinge bereiten. Keine dieser Anwendungen ist bisher aus kleineren Nischen herausgekommen, wie aus einem Bericht des Registers hervorgeht.
Die technischen Möglichkeiten seien zwar vorhanden, sie konnten sich aber aufgrund einer Kombination aus "Beschränkungen des Geräteformfaktors, unausgereifter Geräte- und Servicetechnologie, geringer oder fehlender Marktnachfrage und politischen/regulatorischen Problemen" nicht durchsetzen. Die Leistung der 5G-Netze an sich sei hingegen nicht das Problem, heißt es in dem Papier.
Lernen für 6G
Aber auch hier gibt es Schwierigkeiten. Denn als der letzte große Technologiewechsel von 3G (UMTS) auf 4G (LTE) stattfand, spürten dies die Anwender an ihren Mobilgeräten sofort - denn die deutlich höhere Bandbreite und die geringeren Latenzen sorgten für einen erheblichen Sprung bei der Performance der genutzten Anwendungen. Der Umstieg von LTE auf 5G ist für die meisten User im Alltag aber schlicht nicht wahrnehmbar.Mit den Ausarbeitungen in dem Whitepaper will die SK Telecom vor allem frühzeitig auf den Entwicklungspfad für 6G-Mobilfunk Einfluss nehmen. Dieser befindet sich technisch bereits in Arbeit. Mit einer Markteinführung kann ab 2030 gerechnet werden, sodass hier genug Zeit bleiben sollte, um nicht nur die technischen Details, sondern auch den Anwendungsbereich auf den Umstieg vorzubereiten.
Zusammenfassung
- Mobilfunk-Marktführer Südkoreas kritisiert 5G-Technologie
- Versprochene Anwendungen wie autonomes Fahren etc. noch in Nischen
- Technische Möglichkeiten eingeschränkt
- SK Telecom will mit Whitepaper Einfluss auf Entwicklung von 6G nehmen
- Markteinführung von 6G wird ab 2030 erwartet
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