Jagd nach Airbnb-Steuersündern geht weiter:
Hamburg hat neue Daten
Die Hamburger Steuerfahndung hat sich Buchungsdaten von mehr als 56.000 Anbietern des internationalen Vermittlungsportals für private Ferienunterkünfte, Airbnb, zur Überprüfung übermitteln lassen. Die Behörde hatte bereits 2020 einen großen Erfolg mit einer ersten Prüfung.
Das hat die Finanzbehörde der Hansestadt Hamburg bestätigt und einige interessante Zahlen dazu veröffentlicht (via Tagesschau.de). Es geht dabei allerdings um Airbnb-Wohnungen im gesamten Bundesgebiet. Hamburg leitet als Initiator der Überprüfung die Daten des US-Unternehmens, das als Vermittler von Unterkünften weltweit tätig ist, nun an die zuständigen Steuerverwaltungen der Bundesländer weiter.
Aus den Daten, die Hamburg im Jahr 2020 mit einem gerichtlichen Beschluss im Rahmen eines sogenannten internationalen Gruppenersuchens erhielt, gingen etliche "steuersparende" Vermieter hervor. Das Risiko, entdeckt zu werden, ist seitdem deutlich gestiegen, zudem macht Hamburg klar, dass man mit den Prüfungen fortfahren wird. Die neuen Daten sind allerdings weit umfangreicher als im Jahr 2020.
Siehe auch:
Geld landet schwarz in den Taschen der Airbnb-Anbieter
Es geht dabei um einen Umsatz von über einer Milliarde Euro, von dem vermutet wird, dass ein nicht unerheblicher Anteil an dem Finanzamt vorbei schwarz in die Taschen der Vermieter geht.Das hat die Finanzbehörde der Hansestadt Hamburg bestätigt und einige interessante Zahlen dazu veröffentlicht (via Tagesschau.de). Es geht dabei allerdings um Airbnb-Wohnungen im gesamten Bundesgebiet. Hamburg leitet als Initiator der Überprüfung die Daten des US-Unternehmens, das als Vermittler von Unterkünften weltweit tätig ist, nun an die zuständigen Steuerverwaltungen der Bundesländer weiter.
Steuer-unehrliche Vermieter
Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) erklärte dazu jetzt: "Durch die erneute Datenanforderung wird die Aufdeckung von unversteuerten Vermietungseinkünften konsequent fortgeführt." Die Hartnäckigkeit seiner Behörde habe sich in der Vergangenheit bereits bezahlt gemacht.Aus den Daten, die Hamburg im Jahr 2020 mit einem gerichtlichen Beschluss im Rahmen eines sogenannten internationalen Gruppenersuchens erhielt, gingen etliche "steuersparende" Vermieter hervor. Das Risiko, entdeckt zu werden, ist seitdem deutlich gestiegen, zudem macht Hamburg klar, dass man mit den Prüfungen fortfahren wird. Die neuen Daten sind allerdings weit umfangreicher als im Jahr 2020.
Hohe Nachforderungen
Damals ging es um einen Gesamtumsatz von 137 Millionen Dollar, heute geht es um den Gesamtumsatz von rund einer Milliarde Euro. Laut der damaligen Auswertung hatten die Finanzämter zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von vier Millionen Euro eingefordert. Hamburg meldete dabei Nachforderungen von 706.000 Euro an Einkommens- und Umsatzsteuer sowie 195.000 Euro Kultur- und Tourismustaxe.
Zusammenfassung
- Steuerfahndung hat Airbnb-Buchungsdaten zur Überprüfung angefordert
- Umsatz von über 1 Mrd. Euro, nicht unerheblicher Anteil schwarz
- Hamburg leitet Daten an Steuerverwaltungen der Bundesländer weiter
- Finanzsenator Dressel: "Aufdeckung von unversteuerten Einkünften"
- Prüfungen erfolgreich, Nachforderungen von 706.000 Euro
- 2020 Umsatz von 137 Mio. Dollar, Steuereinnahmen von 4 Mio. Euro
- Hartnäckigkeit der Behörde lohnt sich, Prüfungen werden fortgesetzt
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