Amazfit Cheetah: Quadratische Smartwatch mit vielen Extras

Bei der Amazfit Cheetah handelt es sich um eine Smartwatch mit quadratischem Formfaktor. Sie verfügt über Dual-Band-GPS und MaxTrack-Technologie. Diese soll die Verbindung zu möglichst allen GPS-Satelliten ermöglichen, was eine genauere Messung der Lauf-Strecke zur Folge hat. Amazfit gibt an, dass das System auch in dicht bebauten Städten sowie in Gegenden mit vielen hochgewachsenen Bäumen funktioniert. Die Cheetah hält je nach Nutzung bis zu 8 Tage am Stück durch.

Die Uhr verfügt über ein 1,75 Zoll (44,45 mm) großes AMOLED-Display mit 341 ppi. Der Bildschirm kann bis zu 1000 Nits hell werden, um auch im Hochsommer lesbar zu bleiben. Gesteuert wird die Cheetah über den Touchscreen sowie zwei Tasten und die drehbare Krone an der Seite. Auf der Unterseite verfügt die Uhr über einen BioTracker PPG-Sensor. Jener zeigt sich u.a. für die Herzfrequenzmessung verantwortlich. Die Amazfit Cheetah bringt 25 Gramm auf die Waage und ist 9,9 mm hoch.
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Amazfit hat die Cheetah als Läufer-Uhr konzipiert. Teil des Gesamtkonzepts ist die KI, welche Laufpläne erstellt und individuell anpasst. Der KI-Coach reagiert dabei auf die getrackten Trainings und passt den Work-out-Plan auf den Nutzer an. Die Trainingserfolge lassen sich anschließend in der App Revue passieren. Basierend auf den bisherigen Work-outs gibt die App auch Schätzungen ab, wie man sich bei bspw. einem Halbmarathon schlagen würde. Optional kann man einen Herzfrequenz-Brustgurt mit der Uhr verbinden. Viele Funktionen zur Überwachung der Gesundheit sind zu Beginn deaktiviert. Diese können via App aktiviert werden. Die Zepp-Anwendung warnt allerdings: Durch die Aktivierung einiger Features wird die Akkulaufzeit teils stark reduziert.

Der BioTracker PPG-Sensor überwacht neben der Herzfrequenz auch den Blutsauerstoffgehalt. Weiterhin zeigt er sich für die Messung des Stressniveaus und der Schlafqualität verantwortlich. Wer schon mal mit der Apple Watch und AutoSleep die Schlafqualität gemessen hat, weiß, wie wichtig das Feature für die Tagesplanung sein kann. Die Schlafqualität kann Rückschlüsse auf das eigene Befinden geben und Grundlage zur Planung von Entspannungsphasen darstellen. Jene helfen auch dabei, das Stresslevel zu reduzieren.

Insgesamt können 150 Sportarten getrackt werden. Unser Kollege Timm Mohn hat vor allem In- und Outdoor-Fahrradfahren sowie Laufen drinnen und draußen ausprobiert. Alle vier Sportarten wurden akkurat aufgezeichnet. Die Work-out-Ergebnisse lassen sich in der App auch im Nachhinein betrachten. Die Uhr gibt generell Rückmeldungen, wenn Tagesziele, die individuell gesetzt werden können, erfolgreich abgeschlossen wurden. Erreichte Ziele werden auch mit dem Ergebnis vom Vortag vergleichen, sodass man einen Überblick über die Tagesform erhält. Einige Sportarten, wie etwa Fahrradfahren, werden automatisch erkannt. Auf diese Weise wird das Tracking auch ermöglicht, wenn man den manuellen Trainingsstart vergessen hat.

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Die Amazfit-Uhr kommt mit einem großen Vor- sowie Nachteil daher. Um mit Musik und ohne Smartphone Sport machen zu können, lässt sich Musik auf der Uhr selbst speichern. Möchte man des Work-outs flotte Beats hören, lässt sich über die Einstellungen ein Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher verbinden. Die Verbindung kann sich als stabil beweisen und reißt nicht ab. Der Nachteil am Amazfit-Ökosystem wiegt allerdings schwer: Die Zepp-App hält die Schlafanalyse hinter einem zahlungspflichtigen Dienst versteckt. Obwohl man für die Uhr bereits Geld bezahlt, entfaltet sich das volle Potenzial der Amazfit Cheetah erst mit einem In-App-Kauf.

Das ist durchaus schade und beschränkt das Potenzial der Uhr künstlich. Für den Hersteller generiert die Bezahlschranke bei einem Teil der Käufer fortlaufend Geld. Kunden, die wegen der Schlafanalyse die Uhr kaufen, müssen allerdings mit einem dauerhaften Aufpreis rechnen. Auf die Jahre gerechnet kann das durchaus die Anschaffung einer anderen Uhr rechtfertigen, bei der die Schlafanalyse bereits inkludiert ist oder für eine einmalige Summe nachgekauft werden kann. Aktuell ist die Amazfit Cheetah für 229,90 Euro auf Amazon verfügbar. Entscheidet man sich für die Premium-Funktionen, kommt derzeit jährlich 49,99 Euro dazu. Dieser Preis ist allerdings nicht dauerhaft so "günstig", sondern ein aktuelles Angebot. Regulär kostet der Premium-Zugang 69,99 Euro. Im Premium-Paket ist auch die Zepp-eigene AI, Aura, inbegriffen.

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