Wagner-Putsch: Russische Internetprovider blockieren Google News
Internetnutzer in Russland hatten während des Aufstands der Wagner-Gruppe keine Möglichkeit, auf die Nachrichten-Seite Google News zuzugreifen. Die Erreichbarkeit wurde von den lokalen Providern stark eingeschränkt. Der Konflikt wurde inzwischen beendet.
Wie die New York Times schreibt, sollen sich mindestens fünf Internetprovider daran beteiligt haben, den Zugriff auf Inhalte bei Google News zu sperren. Der Dienst fasst Berichte verschiedener Online-Magazine zusammen und kann verwendet werden, um sich einen Überblick über aktuelle Themen zu verschaffen. Google hat sich bislang nicht zu der Maßnahme geäußert. Für die Anordnung der Sperre dürfte die Aufsichtsbehörde Roskomnadsor verantwortlich sein. Eine solche Anweisung wurde bislang allerdings nicht veröffentlicht.
Die Aufsichtsbehörde hatte schon in der Vergangenheit Verbote gegen Online-Dienste ausgesprochen. Google News war bereits kurz nach dem Angriff auf die Ukraine nicht erreichbar. Soziale Medien wie Twitter, Facebook und Instagram können in Russland ebenfalls nicht verwendet werden. Roskomnadsor darf Seiten sperren, die als unwahr eingestufte Inhalte verbreiten. Zahlreiche Technologie-Unternehmen haben sich nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs freiwillig aus dem Land zurückgezogen.
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Söldnertruppe hat sich inzwischen zurückgezogen
In den vergangenen Tagen hatte die private Söldnertruppe Wagner einen bewaffneten Aufstand begonnen und russische Militäreinrichtungen im Süden Russlands unter ihre Kontrolle gebracht. Die Gruppe unter dem Kommando von Jewgeni Prigoschin hatte versucht, nach Moskau vorzurücken. Das russische Verteidigungsministerium hat den Vormarsch als Putschversuch eingestuft. Der Konflikt wurde jedoch diplomatisch beigelegt. Strafverfahren gegen die beteiligten Personen soll es der Einigung zufolge nicht geben.
Zusammenfassung
- Internetnutzer in Russland konnten Google News nicht erreichen.
- Fünf Provider beteiligten sich an der Sperre.
- Verantwortlich wahrscheinlich die Aufsichtsbehörde Roskomnadsor.
- Technologie-Unternehmen zogen sich freiwillig zurück.
- Aufstand der Wagner-Gruppe beendet.
- Keine Strafverfahren gegen Beteiligte.
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