Asus rutscht in die Krise:
PC-Hersteller will angeblich umbauen
Der taiwanische Computerhersteller Asus gerät offenbar durch die schlechte Marktlage rund um PCs zunehmend unter Druck. Aus Industriequellen ist von Entlassungen und einer Umstrukturierung die Rede, weil Asus kaum von der Pandemie profitierte und zuletzt immer mehr Probleme bekam.
Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes meldet, bereitet Asustek Computer, so der Name des Unternehmens, das hierzulande vor allem als Asus auftritt, erneut eine Umstrukturierung vor. Dabei sollen die Abteilungen für PCs und mobile Endgeräte "integriert" werden, also anscheinend verschmelzen. Ziel sind natürlich Kosteneinsparungen.
Asus plant angeblich, die Open Platform Group, die vor allem Mainboards, Monitore und Server entwickelt, unverändert zu lassen. Die sogenannte System-Business-Unit, die auf den Bau von PCs für Gaming- und Privatkunden spezialisiert ist, wird künftig zusammengelegt, nachdem diese beiden Bereiche zuvor separat betrieben wurden.
Die größten Streichungen dürfte unterdessen die Abteilung für kommerziell zu nutzende PCs betreffen, da der Erfolg mit Business-PCs und Chromebooks von Asus in den letzten Jahren ausgeblieben sein soll. Während andere Hersteller massiv von der Coronapandemie und dem daraus entstandenen Trend zum "Home-Office" profitierten, konnte Asus in dieser Zeit seine Stückzahlen nicht so stark steigern, heißt es.
Bei den Chromebooks sind die Verkaufszahlen zuletzt zudem stark eingebrochen, womit Asus unter den asiatischen PC-Herstellern in diesem Bereich auf den letzten Platz gerutscht ist. Während man die Zahl der Mitarbeiter in dieser Sparte also drastisch erhöht hatte, blieben die Verkäufe hinter den Erwartungen zurück, sodass Asus jetzt den Rotstift ansetzen will, um weitere Verluste zu minimieren und letztlich nicht die Existenz des Unternehmens aufs Spiel zu setzen.
Siehe auch:
Asus profitierte nicht stark von der Pandemie wie andere
Laut Berichten taiwanischer Medien könnten von den internen Veränderungen bei Asus rund 1000 Mitarbeiter betroffen sein. Wie viele Mitarbeiter mit Entlassungen rechnen müssen, ist derzeit noch unklar. Es gilt als wahrscheinlich, dass einige Asus-Mitarbeiter dem Unternehmen lieber mit einer Abfindung den Rücken kehren als in andere Sparten zu wechseln.Asus plant angeblich, die Open Platform Group, die vor allem Mainboards, Monitore und Server entwickelt, unverändert zu lassen. Die sogenannte System-Business-Unit, die auf den Bau von PCs für Gaming- und Privatkunden spezialisiert ist, wird künftig zusammengelegt, nachdem diese beiden Bereiche zuvor separat betrieben wurden.
Asus will nicht auf Smartphones verzichten
Auch die Mobilgerätesparte bleibt überraschenderweise erhalten, obwohl sie seit ihrer Gründung vor 20 Jahren noch nie dauerhaft profitabel war. Allerdings konnten die auf mobile Geräte wie Smartphones spezialisierten Asus-Teams eine Vielzahl von Patenten sammeln, die man künftig profitabel verwerten möchte, heißt es.Die größten Streichungen dürfte unterdessen die Abteilung für kommerziell zu nutzende PCs betreffen, da der Erfolg mit Business-PCs und Chromebooks von Asus in den letzten Jahren ausgeblieben sein soll. Während andere Hersteller massiv von der Coronapandemie und dem daraus entstandenen Trend zum "Home-Office" profitierten, konnte Asus in dieser Zeit seine Stückzahlen nicht so stark steigern, heißt es.
Bei den Chromebooks sind die Verkaufszahlen zuletzt zudem stark eingebrochen, womit Asus unter den asiatischen PC-Herstellern in diesem Bereich auf den letzten Platz gerutscht ist. Während man die Zahl der Mitarbeiter in dieser Sparte also drastisch erhöht hatte, blieben die Verkäufe hinter den Erwartungen zurück, sodass Asus jetzt den Rotstift ansetzen will, um weitere Verluste zu minimieren und letztlich nicht die Existenz des Unternehmens aufs Spiel zu setzen.
Zusammenfassung
- Asus gerät durch schlechte Marktlage unter Druck, plant Umstrukturierung.
- 1000 Mitarbeiter betroffen, Entlassungen möglich.
- Open Platform Group und System Business Unit werden zusammengelegt.
- Mobilgerätesparte bleibt erhalten, Vielzahl von Patenten soll profitabel verwertet werden.
- Kommerziell zu nutzende PCs besonders betroffen, Verkaufszahlen eingebrochen.
- Rotstift angesetzt, um Verluste zu minimieren und Existenz des Unternehmens zu sichern.
Siehe auch:
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Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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