"Unmoralisches" Lootbox-System:
Mario Kart-Klage gegen Nintendo
Die Anschuldigung hat bereits viele Branchengrößen getroffen, nun muss sich Nintendo vor Gericht verantworten. In einer Klage wird der Vorwurf erhoben, das Unternehmen nutze versteckte Mechaniken, um den Verkauf von "unmoralischen" Mikrotransaktionen anzuheizen.
Wie Axios berichtet, hat ein junger US-Amerikaner mit Unterstützung seines Vaters eine Klage gegen das japanische Unternehmen eingereicht, die sich zur empfindlichen Sammelklage gegen den Konzern auswachsen könnte. Nintendo hatte Spielern "Spotlight Pipes" verkauft, die zufällige Belohnungen für das Rennspiel versprachen. Völlig unklar bleibt dabei aber, welche Chance die Spieler überhaupt haben, die beworbenen Inhalte zu erhalten.
Siehe auch:
Nintendo vor Gericht: Unternehmen soll "unmoralische" Mikrotransaktionen nutzen
Regulierungsbehörden rund um den Globus beschäftigen sich seit Jahren mit dem Phänomen der Lootboxen und anderen sogenannten Gacha-Systemen in Spielen. Für viele Beobachter ist die Lage klar: Unternehmen zielen vor allem auf junge Nutzer, die mit möglichst undurchschaubaren Mechaniken zum Kauf von möglichst vielen digitalen Wundertüten angeregt werden. Die Industrie wird scharf dafür kritisiert, trotz dieses Gegenwindes scheinen die hohen Gewinne aber oft zu verlockend. Genau dieser Vorwurf trifft jetzt Nintendo und sein Mobile-Game Mario Kart Tour.Wie Axios berichtet, hat ein junger US-Amerikaner mit Unterstützung seines Vaters eine Klage gegen das japanische Unternehmen eingereicht, die sich zur empfindlichen Sammelklage gegen den Konzern auswachsen könnte. Nintendo hatte Spielern "Spotlight Pipes" verkauft, die zufällige Belohnungen für das Rennspiel versprachen. Völlig unklar bleibt dabei aber, welche Chance die Spieler überhaupt haben, die beworbenen Inhalte zu erhalten.
Anreize nennt man das
Dazu kommt dann laut der Anklage eine zweite bekannte Mechanik, die Nutzer in der Hoffnung, nützliche Upgrades zu produzieren, immer wieder dazu bewegen soll, für die erneute Aktivierung der "Pipes" echtes Geld auszugeben. Die Kläger stellen klar die Behauptung auf, dass Nintendo sogenannte "Dark Patterns" in seinem Spiel verbaut, indem man künstliche Hürden integriert, die ohne Bezahlung aus Sicht der Spieler kaum zu überwinden sind - nach Gesetz in einigen US-Bundesstaat eine verbotene Praktik. "Der Lootboxen-Mechanismus des Beklagten macht sich das spielerische Suchtverhalten zunutze und fördert es", heißt es in der Klage.
Zusammenfassung
- Nintendo muss sich wegen "unmoralischer Mikrotransaktionen" verantworten.
- US-Amerikaner reichte Klage ein, die sich zu Sammelklage ausweiten könnte.
- Anklage wirft Nintendo versteckte Mechaniken zum Verkauf vor.
- Nutzer sollen durch künstliche Hürden zum Kauf animiert werden.
Siehe auch:
- Diablo Immortal erscheint - aber nicht überall, weil es Lootboxen hat
- FIFA ab 18?: Neues Jugendschutzgesetz macht Lootboxen zu Glücksspiel
- Bayern gegen "suchterzeugende glücksspielähnliche" Lootboxen
- EA: Lootboxen sind eine "ethisch saubere Überraschungs-Mechanik"
- Spiele als Service: EA und Co. wachsen dank Lootboxen etc. wie blöde
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