AMD in der Krise: PC-Markt erreicht Talsohle, CPU-Hersteller mit Verlust
Auch bei AMD drückt die miese wirtschaftliche Stimmung aufs Gemüt - und die Zahlen. Weil der Intel-Konkurrent zuletzt deutlich weniger Prozessoren und Grafikchips absetzen konnte als zuvor, macht AMD derzeit ordentlich Verluste. Außerdem blickt man pessimistisch in die nähere Zukunft.
Wie AMD gestern im Zuge der Bekanntgabe seiner jüngsten Geschäftszahlen verlauten ließ, erzielte das Unternehmen in den letzten drei Monaten einen Gesamtumsatz von 5,35 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang um neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Zuletzt verlor AMD zudem erstmals wieder Geld - genau 139 Millionen Dollar, um genau zu sein.
Die Gaming-Abteilung von AMD, zu der unter anderem die PC-Grafikkarten und die Chips für Spielkonsolen gehören, konnte immerhin nur geringe Verluste verzeichnen. Die Verkäufe gingen auf 1,76 Milliarden Dollar zurück. Der Vertrieb von Server-Chips lief praktisch unverändert, sodass AMD in diesem Segment ein minimales Plus auf 1,293 Milliarden Dollar erzielte.
Vor allem die stromsparenden Chips der Embedded-Sparte sind ein Lichtblick für das Unternehmen. Auch durch die Übernahme des Chipherstellers Xilinx konnte AMD seine Umsätze bei Embedded-Lösung im Jahresvergleich fast verdreifachen und kam zuletzt auf 1,56 Milliarden Dollar. Für die kommenden Monate wagte AMD-Chefin Su nur vorsichtigen Optimismus.
Man habe im ersten Quartal 2023 wohl den Tiefpunkt im PC-Markt erreicht, weshalb jetzt wieder mit etwas Wachstum gerechnet werden könne. Sie wollte allerdings keine allzu positive Prognose abgeben und warnte davor, dass die Entwicklung stark von externen Faktoren abhängt. Der PC-Markt befindet sich in der Krise, nachdem die Boom-Phase aus der Zeit der Coronavirus-Pandemie vorbei ist und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine für einen massiven Verlust der Kaufkraft, stark steigende Preise und dadurch auch einen extremen Nachfragerückgang gesorgt hat.
Siehe auch:
Umsatz aus PC-Prozessoren fiel im Jahresvergleich um 65 Prozent
Die größten Probleme hat AMD nach Angaben von Firmenchefin Lisa Su mit dem Verkauf von CPUs für PC-Systeme. Bei der sogenannten Client-Group, die das PC-Geschäft beinhaltet, waren zuletzt nur noch Umsätze in Höhe von 739 Millionen Dollar zu verzeichnen - ein Rückgang um 65 Prozent gegenüber den 2,1 Milliarden Dollar, die AMD in den gleichen drei Monaten des Jahres 2022 in diesem Bereich umsetzte.Die Gaming-Abteilung von AMD, zu der unter anderem die PC-Grafikkarten und die Chips für Spielkonsolen gehören, konnte immerhin nur geringe Verluste verzeichnen. Die Verkäufe gingen auf 1,76 Milliarden Dollar zurück. Der Vertrieb von Server-Chips lief praktisch unverändert, sodass AMD in diesem Segment ein minimales Plus auf 1,293 Milliarden Dollar erzielte.
Vor allem die stromsparenden Chips der Embedded-Sparte sind ein Lichtblick für das Unternehmen. Auch durch die Übernahme des Chipherstellers Xilinx konnte AMD seine Umsätze bei Embedded-Lösung im Jahresvergleich fast verdreifachen und kam zuletzt auf 1,56 Milliarden Dollar. Für die kommenden Monate wagte AMD-Chefin Su nur vorsichtigen Optimismus.
Man habe im ersten Quartal 2023 wohl den Tiefpunkt im PC-Markt erreicht, weshalb jetzt wieder mit etwas Wachstum gerechnet werden könne. Sie wollte allerdings keine allzu positive Prognose abgeben und warnte davor, dass die Entwicklung stark von externen Faktoren abhängt. Der PC-Markt befindet sich in der Krise, nachdem die Boom-Phase aus der Zeit der Coronavirus-Pandemie vorbei ist und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine für einen massiven Verlust der Kaufkraft, stark steigende Preise und dadurch auch einen extremen Nachfragerückgang gesorgt hat.
Zusammenfassung
- AMD macht Verluste: Umsatzrückgang, Verlust von 139 Mio. US-Dollar
- PC-Geschäft schwächelt: Umsatzrückgang von 2,1 auf 0,739 Mrd. Dollar
- Gaming-Abteilung kommt vergleichsweise gut davon
- Embedded-Sparte als Lichtblick: Umsatz fast verdreifacht
- Prognose leichtes Wachstum, stark von externen Faktoren abhängig
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