Chaos und mangelnde Vision:
Apples Siri-Abteilung hat große Probleme

Siri genießt keinen besonders guten Ruf und gilt unter den KI-Systemen als hoffnungslos abgeschlagen. Ein neuer Bericht zeichnet jetzt ein Bild von Chaos und fehlenden Visionen in der Entwicklungsabteilung bei Apple. Selbst unter Mitarbeitern sei der Sprachassistent ein "Witz".
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Insider-Bericht: Siri auch bei den Apple-Mitarbeitern ein "Witz"

"Organisatorische Missstände und mangelnder Ehrgeiz": dieses Zitat fasst wohl am besten zusammen, was The Informant (via 9to5mac) heute in einem ausführlichen Bericht veröffentlicht hat, der bei Apples Entwicklungsabteilung für Siri einen Blick hinter die Kulissen gewährt. Die Journalisten berufen sich dabei auf Gespräche mit "mehr als drei Dutzend ehemaligen Apple-Mitarbeitern", die in den Bereichen KI und Machine Learning tätig waren.


Wie diese Quellen übereinstimmend berichten, hat Siri schon innerhalb des Unternehmens ein großes Problem: Der Sprachassistent werde wegen seines chronischen Mangels an Funktionalität und Verbesserungen auch intern "verspottet". Dieser Ruf basiert auch auf großen Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen: Bei Apples Mixed-Reality-Headset soll Siri Sprachbefehle umsetzen. Das habe in einer Demonstration aber so schlecht funktioniert, dass der Einsatz ganz infrage gestellt wurde.

Prinzipien nicht verstanden

Die ehemaligen Mitarbeiter sehen die Probleme klar bei den Entscheidungsträgern des Konzerns. Diese hätten bisher nur wenig Verständnis dafür gezeigt, wie fortschrittliche KI-Systeme innerhalb des Apple-Ökosystems aufgebaut werden könnten. Große Sprachmodelle erreichen erst durch das Feintuning mit Nutzerfeedback ihr hohes Niveau. Das Siri-Designteam sei aber erst nach großem Ringen beispielsweise bereit gewesen, eine simple Schaltfläche für Nutzerfeedback in Siri zu integrieren.

Demnach ein weiterer großer Stolperstein bei der Entwicklung: "Top-Führungskräfte" bei Apple würden sehr vor Fehlern "zurückschrecken", die ein schlaueres Siri bei der seinen Antworten begehen könnte. Wie The Informant zusammenfasst, hätten die wichtigsten Manager des Konzerns in den letzten Monaten "nicht viel Verständnis für die Art von Ausrutschern gezeigt, die ChatGPT und ähnliche Dienste in die Schlagzeilen gebracht haben."

Zusammenfassung
  • Ex-Mitarbeiter prangern Missstände in Entwicklungsabteilung an.
  • Manager hätten fortschrittliche KI-Systeme nicht verstanden.
  • Große Sprachmodelle nur durch Feintuning erfolgreich.
  • Nutzerfeedback aber erst nach großem Ringen integriert.
  • Top-Führungskräfte schrecken vor Fehlern zurück.

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