Musikindustrie hat schwere Bedenken zu KI-generiertem Gesang

KIs generieren heutzutage mit erstaunlicher Leichtigkeit Texte und Bilder. Mittlerweile ahmen sie auch Stimmen nach. KI-Musik hat zwar noch ihre Macken, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis das vom Original-Künstler kaum zu unterscheiden ist. Plattenfirmen warnen nun davor.
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Es gibt mittlerweile diverse Videos im Internet, in denen Stimmen bekannter Künstler Songs präsentieren, die definitiv nicht von ihnen stammen. Ein gutes Beispiel ist hier bei Last Week Tonight with John Oliver zu sehen und hören, denn dort rappt Eminem über Katzen - und das KI-generierte Werk ist tatsächlich nur schwer vom echten Eminem zu unterscheiden.

Dabei sind noch diverse Fragen offen, denn es ist derzeit weitgehend unklar, wie sich das Copyright in solchen Fällen verhält. Doch die Musikindustrie kämpft bereits länger gegen Tools zum "Extrahieren" von Stimmen, und zwar bevor ChatGPT und Co. die Schlagzeilen übernahmen.

Piraterie nur noch Randthema

Mit der Frage nach den Urheberrechten beschäftigt sich auch der Global Music Report der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI). Wie TorrentFreak berichtet, beschäftigte sich dieser Bericht in den vergangenen Jahren vor allem mit Piraterie und Stream-Ripping, diese Themen sind aber inzwischen in den Hintergrund gerückt.

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Aktuell beherrscht KI auch die Musikwelt und entsprechend intensiv kommt das Thema auch im Global Music Report vor. Dabei stellt sich die Industrie nicht kategorisch gegen KIs und schreibt: "Einige dienen beispielsweise der Entdeckung von Künstlern, andere der Identifizierung des Publikums. Wieder andere ermöglichen es den Fans, auf neue Weise mit den Künstlern in Kontakt zu treten, und einige unterstützen den kreativen Prozess."

Die Musikindustrie stellt fest, dass beim Einsatz von KIs stets das menschliche Element im Mittelpunkt stehen sollte und gleichzeitig strenge urheberrechtliche Vorschriften und Regelungen eingehalten werden müssen. "Wenn die Schöpfer nicht respektiert und angemessen entschädigt werden, wenn ihre Werke zum Trainieren von KI verwendet werden, wird die kreative Gemeinschaft der Welt bei der Entwicklung der generativen KI möglicherweise großen Schaden erleiden", sagt Michael Nash, Chief Digital Officer bei der Universal Music Group.

Sein Sony-Kollege Dennis Kooker ist besonders über KIs besorgt, die Stimmen nachahmen: "Insbesondere haben wir ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Potenzials, dass KI-synthetisierte Sprachtechnologie in großem Umfang eingesetzt wird, um Songs zu covern und zu versuchen, Künstler zu ersetzen. Dies ist etwas, das wir sehr genau beobachten müssen."

Zusammenfassung
  • KIs generieren Texte, Bilder und Stimmen.
  • Musikindustrie warnt vor KI-Musik, die kaum vom Original zu unterscheiden ist.
  • Rechtliche Frage des Copyrights ist ungeklärt.
  • IFPI Global Music Report beschäftigt sich mit KI und Musik.
  • KI-Einsatz sollte menschliches Element im Mittelpunkt haben.
  • UMG und Sony warnen vor KI-Stimmen, die Künstler ersetzen.
  • KI-Entwicklung kann Kreative schädigen, wenn Schöpfer nicht respektiert werden.
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