Patentamt zeigt: Deutschland verliert rasant an Innovationskraft
Gemeinhin gilt, dass die deutsche Wirtschaft auf dem Weltmarkt vor allem durch Hochtechnologie und Innovationen erfolgreich ist. Da stellt es ein gravierendes Problem dar, dass die Zahl der Patentanmeldungen aus dem Inland deutlich zurückgeht.
Im vergangenen Jahr sind beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) nach dessen Angaben 57.214 Patentanmeldungen eingegangen. Von diesen stammten 37.194 Anmeldungen von deutschen Ingenieuren, Erfindern oder Unternehmen. Das sind immerhin 6,6 Prozent weniger als im vorhergehenden Jahr. Die Gesamtzahl blieb hingegen stabil, weil ausländische Erfinder oder Unternehmen mit 20.020 Einreichungen um etwa 6,8 Prozent mehr als vor einem Jahr aktiver waren.
Die meisten ausländischen Patente, die sich ihre Eigner auch hierzulande schützen lassen, kommen dabei weiterhin aus den USA, Japan und Südkorea. Allerdings verzeichnen die Chinesen aktuell die höchsten Zuwächse: Von ihnen gingen 702 Anmeldungen beim DPMA ein, das sind 23,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der US-Anmeldungen kletterte hingegen um 16,2 Prozent auf 6847.
Hinzu kommt, dass Autos ohnehin nicht mehr an der Spitze der technologischen Entwicklung stehen. Seit 2016 stieg der Anteil des Sektors Elektrotechnik an den Gesamtanmeldungen von 21,7 auf 29 Prozent, teilte das DPMA mit. Der Teilbereich Computertechnik kam auf ein Plus von 19,5 Prozent - und auch hier ist Deutschland jetzt nicht gerade die antreibende Kraft.
"Der strukturelle Wandel in der Innovationslandschaft nimmt an Fahrt auf. Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz sowie Batterietechnologie spielen eine immer größere Rolle", sagte DPMA-Präsidentin Eva Schewior. "Bei der Zahl der Patentanmeldungen wirkt sich diese Entwicklung derzeit nicht gerade zugunsten Deutschlands aus."
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Die meisten ausländischen Patente, die sich ihre Eigner auch hierzulande schützen lassen, kommen dabei weiterhin aus den USA, Japan und Südkorea. Allerdings verzeichnen die Chinesen aktuell die höchsten Zuwächse: Von ihnen gingen 702 Anmeldungen beim DPMA ein, das sind 23,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der US-Anmeldungen kletterte hingegen um 16,2 Prozent auf 6847.
Patent-Statistik für das Jahr 2022 in Bildern
Starke Branchen schwinden
Deutschland hat hier letztlich mit strukturellen Problemen zu kämpfen. Beispielsweise waren die deutschen Entwickler im Bereich der Automobilindustrie besonders stark. Im globalen Wechsel auf die Elektromobilität sind die deutschen Firmen aber nicht gerade vorn dabei. Und das Beharren von so manchen einflussreichen Kreisen auf dem Verbrennungsmotor, dessen Ende weltweit absehbar ist, sorgt auch nicht gerade dafür, dass die Innovationskraft hierzulande richtig entfesselt werden kann.Hinzu kommt, dass Autos ohnehin nicht mehr an der Spitze der technologischen Entwicklung stehen. Seit 2016 stieg der Anteil des Sektors Elektrotechnik an den Gesamtanmeldungen von 21,7 auf 29 Prozent, teilte das DPMA mit. Der Teilbereich Computertechnik kam auf ein Plus von 19,5 Prozent - und auch hier ist Deutschland jetzt nicht gerade die antreibende Kraft.
"Der strukturelle Wandel in der Innovationslandschaft nimmt an Fahrt auf. Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz sowie Batterietechnologie spielen eine immer größere Rolle", sagte DPMA-Präsidentin Eva Schewior. "Bei der Zahl der Patentanmeldungen wirkt sich diese Entwicklung derzeit nicht gerade zugunsten Deutschlands aus."
Zusammenfassung
- Zahl der deutschen Patentanmeldungen sinkt.
- Ausländische Erfinder und Unternehmen sorgen für stabile Zahlen.
- Chinesen verzeichnen höchsten Zuwachs.
- Strukturelle Probleme: Deutschland hinkt Elektromobilität hinterher.
- Elektrotechnik und Computertechnik an der Spitze der Entwicklung.
- Digitalisierung, Automatisierung & KI spielen immer größere Rolle.
- Entwicklung wirkt sich nicht zugunsten Deutschlands aus.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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