Behinderung beim 5G-Netzausbau:
1&1 wehrt sich gegen Vodafone
Der Mobilfunkanbieter 1&1 reicht beim Bundeskartellamt eine Beschwerde gegen Vodafone ein, da das Unternehmen und seine Tochter Vantage Towers den Ausbau ihres 5G-Netzes behindern soll. Bisher kann 1&1 nur fünf der geplanten 3800 Antennenstandorte nutzen.
Konkret geht es um die Mitnutzung von Antennenstandorten, die von Vantage Towers kontrolliert werden. Laut 1&1 hat Vantage Towers die vereinbarten Ausbauziele 2022 nicht erreicht, während Vodafone auf Basis dieser Infrastruktur bereits 1600 5G-Antennenstandorte besitzt. 1&1 hingegen soll bisher nur auf fünf 5G-Sendemaster zurückgreifen können, die zudem nur teilweise von Vantage Tower bereitgestellt werden.
Abseits davon soll Vodafone für die anstehende Frequenzvergabe von Low-Band-Frequenzen auf das übliche Vergabeverfahren verzichten wollen und diese den etablierten Netzbetreibern Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica ohne Auktion überlassen. Der Bedarf von 1&1 müsse hingegen aufgrund des kaum gegebenen Netzaufbaus hinterfragt werden. 1&1 betont, dass eine mögliche Verzögerung bei der Bereitstellung der Antennenstandorte trotz alledem keine nennenswerten finanziellen Auswirkungen hätte. Das Unternehmen überprüft jedoch den Zeitplan des weiteren Netzausbaus.
Siehe auch:
Anschuldigung: Vodafone verantwortlich für Verzögerungen
Vodafone wird von 1&1 vorgeworfen, die Ausbauaktivitäten für das eigene Netz auf Kosten des 1&1-Netzaufbaus zu bevorzugen. Dabei ist Vodafone mit einem Anteil von 81 Prozent zudem Hauptaktionär von Vantage Towers und soll die Mitnutzung der Antennenstandorte durch andere Netzbetreiber verwalten. Die Verzögerungen bei der Bereitstellung könnte laut 1&1 Auswirkungen auf den im 3. Quartal geplanten Start von "mobilen Diensten" haben.Abseits davon soll Vodafone für die anstehende Frequenzvergabe von Low-Band-Frequenzen auf das übliche Vergabeverfahren verzichten wollen und diese den etablierten Netzbetreibern Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica ohne Auktion überlassen. Der Bedarf von 1&1 müsse hingegen aufgrund des kaum gegebenen Netzaufbaus hinterfragt werden. 1&1 betont, dass eine mögliche Verzögerung bei der Bereitstellung der Antennenstandorte trotz alledem keine nennenswerten finanziellen Auswirkungen hätte. Das Unternehmen überprüft jedoch den Zeitplan des weiteren Netzausbaus.
Zusammenfassung
- 1&1 reicht Beschwerde gegen Vodafone ein
- Mitnutzung von Antennenstandorten durch Vantage Towers wird verzögert
- Vodafone bevorzugt eigenen Netzaufbau.
- 1&1 kann bisher nur fünf 5G-Sendemasten nutzen.
- 1&1 überprüft Zeitplan des Netzausbaus.
Siehe auch:
- Freenet wettert: Telekom, Vodafone & O2 blockieren günstige 5G-Tarife
- Spiel mit 5G-Lizenz: Netzagentur droht, weil 1&1 praktisch nicht ausbaut
- EU deaktiviert Flugmodus: 5G-Verbindungen im Flieger bald erlaubt
- 5G: Viele Mobilfunk-Nutzer sind enttäuscht, merken kaum Verbesserung
- Eigenes 5G-Netz: 1&1 muss Drittanbietervertrieb bis Ende 2023 beenden
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