Absatz von x86-CPUs erlebt heftigsten Einbruch seit 30 Jahren
Als Hersteller von x86-Prozessoren hat man es derzeit nicht leicht. Nicht nur, dass sich die konkurrierende ARM-Plattform neue Anwendungsbereiche erobert, auch der wichtigste Absatzmarkt ist massiv eingebrochen. Vor allem den Marktführer trifft dies hart.
Die Marktforscher bei Mercury Research haben für das vierte Quartal 2022 in ihren Daten den stärksten Einbruch des Absatzes von x86-Prozessoren in den letzten 30 Jahren, für die entsprechende Informationen vorliegen, verzeichnet. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum betrug immerhin 34 Prozent und gegenüber dem Vorquartal 19 Prozent, erklärte Dean McCarron, Präsident von Mercury Research, gegenüber dem britischen Magazin PCMag.
Die niedrige Nachfrage nach PCs und die Überbestände bei Einzelhändlern und Herstellern drückten auf die Zahlen der CPU-Lieferungen. Zuvor hatte der Markt zwei Jahre lang ein rasantes Wachstum verzeichnet, weil viele Nutzer zügig ihre Hardware für das Homeoffice aufrüsteten - das ist nun allerdings weitgehend vorbei. Stattdessen schrumpfte die Nachfrage im ganzen Jahr 2022 angesichts der anhaltenden Inflation und des wirtschaftlichen Abschwungs wieder auf ein deutlich geringeres Niveau.
Allerdings gehen die beiden Unternehmen davon aus, dass die Lage nicht ganz so schlimm bleiben wird. Denn ein Teil des heftigen Rückgangs war auch darauf zurückzuführen, dass viele PC-Hersteller ihre Einkäufe auf das dritte Quartal vorgezogen hatten, da es zum Jahresende hin auf Preiserhöhungen hinauslief. AMD-Chefin Lisa Su rechnet inzwischen sogar damit, dass in der zweiten Jahreshälfte wieder mit einem Wachstum zu rechnen sei.
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Die niedrige Nachfrage nach PCs und die Überbestände bei Einzelhändlern und Herstellern drückten auf die Zahlen der CPU-Lieferungen. Zuvor hatte der Markt zwei Jahre lang ein rasantes Wachstum verzeichnet, weil viele Nutzer zügig ihre Hardware für das Homeoffice aufrüsteten - das ist nun allerdings weitgehend vorbei. Stattdessen schrumpfte die Nachfrage im ganzen Jahr 2022 angesichts der anhaltenden Inflation und des wirtschaftlichen Abschwungs wieder auf ein deutlich geringeres Niveau.
Es bleibt nicht so schlimm
Die Schwierigkeiten hatten sich bereits angedeutet, als die beiden Hersteller Intel und AMD kürzlich ihre Quartalsbilanzen vorlegten. Schon hier wurde klar, dass beide Unternehmen im vierten Quartal erhebliche Absatzschwierigkeiten hatten. Allerdings konnte AMD mit der Lage noch am besten klarkommen. Das Unternehmen konnte seinen Anteil am gesamten x86-Markt sogar über die 30-Prozent-Marke heben, was angesichts der Intel-Dominanz in den letzten beiden Jahrzehnten kaum noch jemand für möglich gehalten hätte.Allerdings gehen die beiden Unternehmen davon aus, dass die Lage nicht ganz so schlimm bleiben wird. Denn ein Teil des heftigen Rückgangs war auch darauf zurückzuführen, dass viele PC-Hersteller ihre Einkäufe auf das dritte Quartal vorgezogen hatten, da es zum Jahresende hin auf Preiserhöhungen hinauslief. AMD-Chefin Lisa Su rechnet inzwischen sogar damit, dass in der zweiten Jahreshälfte wieder mit einem Wachstum zu rechnen sei.
Zusammenfassung
- x86-Prozessoren: 34% Rückgang im 4. Quartal 2022 gegen Vorjahr.
- Niedrige Nachfrage nach PCs & Überbestände bei Händlern & Herstellern.
- Intel & AMD: schwere Absatzschwierigkeiten im 4. Quartal.
- AMD konnte Marktanteil auf über 30% heben.
- Rückgang teilweise durch Preiserhöhungen zum Jahresende.
- AMD-Chefin rechnet mit Wachstum in 2. Jahreshälfte.
- x86-Prozessoren: 30-jähriger Tiefststand bei Absatz.
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