Nix x86 mehr: VIA gibt CPU-Entwicklung auf, Intel kauft sich Mitarbeiter
Bald gibt es einen Anbieter von x86-Plattformen weniger am Markt. Der taiwanische Chiphersteller VIA Technologies, der einst für seine günstigen und energieeffizienteren x86-CPUs bekannt war, gibt diesen Bereich auf. Ausgerechnet Intel übernimmt einen Großteil der x86-Abteilung von VIA.
Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes berichtet, hat VIA Technologies jüngst bekannt gegeben, dass Intel einen Großteil der Mitarbeiter seiner Tochterfirma Centaur übernimmt. Damit verabschiedet sich VIA offenbar aus dem Markt für x86-Prozessoren, nachdem das Unternehmen in diesem Bereich ohnehin nur noch eine kleine Nebenrolle gespielt hatte.
VIA Technologies bleibt weiterhin ein Anbieter von Netzwerk-Chips und will sich stärker auf KI-Lösungen und Embedded-Plattformen konzentrieren. Das Unternehmen hatte vor 20 Jahren eine Klage gegen Intel angestrengt, weil man dem US-Chipgiganten die Verletzung von geistigem Eigentum vorwarf. Später einigten sich die beiden Firmen, wobei VIA als Teil der Übereinkunft auch eine Lizenz erhielt, x86-kompatible Prozessoren zu entwickeln und zu verkaufen.
VIA war einst auch Chipsatzanbieter und vertrieb lange auch eigene x86-Prozessoren, die als alternative CPUs auf Mainboards zum Einsatz kommen konnten, auf denen eigentlich Intel-CPUs ihren Dienst tun sollten. Bis vor einigen Jahren bot VIA auch sparsame Plattformen für Mini-ITX-Systeme an, die immer häufiger auch im Embedded-Markt zum Einsatz kamen. Mittlerweile hat man einen Teil seiner x86-Technologien an den chinesischen Hersteller Zhaoxin Semiconductor verkauft.
Details zum Deal zwischen VIA und Intel bleiben offen
Intel zahlt VIA rund 125 Millionen Dollar für den Kauf des Hauptteils von Centaur, wobei VIA offenbar keinen Verkauf des ganzen Unternehmensteils plant, sondern aus Image-Gründen im Grunde zwar alle wichtigen Teile des inzwischen auf nur noch rund 100 Mitarbeiter geschrumpften Tochterunternehmens abgibt, aber eben nicht die Firma an sich. Zuletzt hatten die in Austin, Texas ansässigen Mitarbeiter von Centaur sich auf die Arbeit an KI-Beschleunigern für x86-kompatible Prozessoren konzentriert.VIA Technologies bleibt weiterhin ein Anbieter von Netzwerk-Chips und will sich stärker auf KI-Lösungen und Embedded-Plattformen konzentrieren. Das Unternehmen hatte vor 20 Jahren eine Klage gegen Intel angestrengt, weil man dem US-Chipgiganten die Verletzung von geistigem Eigentum vorwarf. Später einigten sich die beiden Firmen, wobei VIA als Teil der Übereinkunft auch eine Lizenz erhielt, x86-kompatible Prozessoren zu entwickeln und zu verkaufen.
VIA war einst auch Chipsatzanbieter und vertrieb lange auch eigene x86-Prozessoren, die als alternative CPUs auf Mainboards zum Einsatz kommen konnten, auf denen eigentlich Intel-CPUs ihren Dienst tun sollten. Bis vor einigen Jahren bot VIA auch sparsame Plattformen für Mini-ITX-Systeme an, die immer häufiger auch im Embedded-Markt zum Einsatz kamen. Mittlerweile hat man einen Teil seiner x86-Technologien an den chinesischen Hersteller Zhaoxin Semiconductor verkauft.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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