Celsius Network: Nutzern der Krypto-Plattform gehören ihre Werte nicht
Hunderttausende Nutzer von Kryptowährungen müssen den nächsten Rückschlag hinnehmen. Im Zuge einer gerichtlichen Prüfung wurde festgestellt, dass ihre Einlagen in das bankrotte Unternehmen Celsius Network ihnen nicht mehr gehören.
Zahlreiche User erliegen der Versuchung, die die schnellen Kurssteigerungen verschiedener Kryptowährungen mit sich brachten. Sie nahmen sich dabei allerdings selten die Zeit, das Kleingedruckte bei Vertragsabschluss zu lesen. Das ist bei einem Social Media-Account mangels Schadenpotenzials oder bei Finanzdienstleistern durch gesetzliche Regelungen meist kein Problem, wenn man aber viel Geld in weitgehend unregulierte Kryptofirmen steckt, wird es schwierig.
So stellte sich nun heraus, dass eine halbe Million Nutzer von Celsius Network ihre Werte formal an das Unternehmen überschrieben haben, als sie Anlagen tätigten, berichtet die Washington Post. Das bedeutet laut der Einschätzung des zuständigen Insolvenzgerichts nun eben auch, dass sie im anhängigen Verfahren nicht als Gläubiger geführt werden können. Wenn die noch vorhandenen Werte aufgeteilt werden, gehen die Nutzer, die ihre Kryptowährungen in der Hoffnung auf ordentliche Renditen anlegten, also komplett leer aus.
Angelockt wurden viele User durch das Versprechen ungewöhnlich hoher Zinsen, die auf die Anlagen ausgezahlt werden sollten. Bei immer weiter schnell steigenden Werten der einzelnen Kryptowährungen waren bis zu 20 Prozent im Jahr möglich. Angesichts dessen, dass Verbraucher bei herkömmlichen Spar-Anlagen kaum noch Zinsen bekommen, ließen sich viele verleiten, ihre Rücklagen in Celsius zu investieren. Eine kleine Hoffnung besteht für sie nun nur noch darin, dass ein zusätzlich anhängiges Betrugsverfahren gegen den Gründer der Plattform erfolgreich ist. Das könnte dazu führen, dass die Verträge anders gewichtet werden - sicher ist dies aber nicht.
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So stellte sich nun heraus, dass eine halbe Million Nutzer von Celsius Network ihre Werte formal an das Unternehmen überschrieben haben, als sie Anlagen tätigten, berichtet die Washington Post. Das bedeutet laut der Einschätzung des zuständigen Insolvenzgerichts nun eben auch, dass sie im anhängigen Verfahren nicht als Gläubiger geführt werden können. Wenn die noch vorhandenen Werte aufgeteilt werden, gehen die Nutzer, die ihre Kryptowährungen in der Hoffnung auf ordentliche Renditen anlegten, also komplett leer aus.
Ein Fünkchen Hoffnung
Celsius war eine der ersten großen Krypto-Plattformen, die im vergangenen Jahr zusammenbrachen. Durch den Konkurs im Juli wurden laut Gerichtsunterlagen mindestens 4,2 Milliarden Dollar für 600.000 Anleger eingefroren. Doch auch wenn die Werte nun freigegeben werden, dürften die User leer ausgehen - denn formal sind sie für das Gericht nicht die Besitzer. Sie können im Grunde nur hoffen, dass etwas übrig bleibt, wenn alle anderen Gläubiger bezahlt wurden.Angelockt wurden viele User durch das Versprechen ungewöhnlich hoher Zinsen, die auf die Anlagen ausgezahlt werden sollten. Bei immer weiter schnell steigenden Werten der einzelnen Kryptowährungen waren bis zu 20 Prozent im Jahr möglich. Angesichts dessen, dass Verbraucher bei herkömmlichen Spar-Anlagen kaum noch Zinsen bekommen, ließen sich viele verleiten, ihre Rücklagen in Celsius zu investieren. Eine kleine Hoffnung besteht für sie nun nur noch darin, dass ein zusätzlich anhängiges Betrugsverfahren gegen den Gründer der Plattform erfolgreich ist. Das könnte dazu führen, dass die Verträge anders gewichtet werden - sicher ist dies aber nicht.
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