Sehr still: Warum Xbox lieber Fans enttäuscht, als Spiele anzukündigen

Die Game Awards haben sich zu einer wichtigen Plattform entwickelt, um für Spiele, die im kommenden Jahr erscheinen, Werbung zu machen. Microsoft war nach einem schon sehr mageren Jahr bei der jüngsten Veranstaltung auffällig still in Bezug auf große Titel - wohl mit gutem Grund.
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Microsoft hat in diesem Jahr nicht viel geliefert und bleibt auch zum Schluss still

In der letzten Woche war mit den Game Awards mal wieder eine alljährliche Show der Gaming-Industrie über die Bühne gegangen, bei der Entwickler und Publisher ihre großen Vorhaben für das nächste Jahr präsentieren - und für vergangene Werke ausgezeichnet werden. Laut den Veranstaltern konnte man in diesem Jahr alleine im Livestream durchschnittlich 2,8 Millionen Zuschauer aus der ganzen Welt anziehen. Ein ganz großer Player der Industrie war aber im Programm auffällig spärlich vertreten: Microsoft und Xbox.

Dass sich viele Fans von dem Unternehmen zu der Award-Show mehr erwartet hatten, ist zu verstehen. Schließlich hätte Microsoft alleine mit Projekten wie Starfield oder Redfall, zwei der meist erwarteten kommenden Xbox-Exklusivtitel, die idealen Kandidaten für Ankündigungen im Rampenlicht der großen Show gehabt. Die Folge: wie auch Eurogamer analysiert, drückten viele Fans nach dem Event unmissverständlich ihr Missfallen mit den spärlichen Ankündigungen durch Microsoft aus.


Und so sah sich dann auch Aaron Greenberg, seit Kurzem Vizepräsident für Xbox Games Marketing, dazu veranlasst, die Gemüter mit einem Statement zu beruhigen, das aber wieder nur wenig Konkretes liefert: "Wir freuen uns, wenn die Leute unbedingt mehr erfahren und sehen wollen. Das Timing ist immer entscheidend, aber keine Sorge, ihr werdet nicht zu lange warten müssen, um zu erfahren, was als Nächstes von uns zu erwarten ist", so Greenberg. 2023 werde ein "unglaublich spannendes Jahr" für Xbox.

Nicht zu viel Wirbel machen

An dieser Stelle kann auf jeden Fall eine Vermutung angestellt werden, welcher Faktor dazu beigetragen hat, dass Microsoft bei den Game Awards in diesem Jahr nicht allzu viel Wirbel um sich und seine großen Exklusiv-Titel machen wollte: die Übernahme-Bemühungen rund um Activision Blizzard. Seit nunmehr rund 10 Monaten ist Microsoft sehr bemüht darum, gegenüber Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt seine Bedeutung im Gaming-Markt als nicht allzu groß erscheinen zu lassen. Man darf auf jeden Fall gespannt sein, wie sich hier die Kommunikation nach einer endgültigen Entscheidung entwickelt.

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