GitHub Copilot: Entwickler reichen Sammelklage gegen Microsoft ein
Der GitHub Copilot soll Entwicklern Alltagsaufgaben erleichtern, indem Code mithilfe einer KI vervollständigt wird. In einigen Fällen hat das Programm allerdings urheberrechtlich geschützten Code kopiert. Hierfür muss sich Microsoft womöglich bald vor Gericht verantworten.
Um gegen mögliche Urheberrechtsverstöße vorzugehen, haben der Anwalt Joseph Saveri sowie der Anwalt und Open-Source-Entwickler Matthew Butterick eine Sammelklage gegen Microsoft, GitHub, OpenAI und weitere Konzerne eingereicht. Das KI-Tool Copilot basiert auf einem Modell von OpenAI und soll mit Milliarden Codezeilen aus dem Internet trainiert worden sein. Die hierfür verwendeten, quelloffenen Codes waren allerdings nicht unbedingt für diesen Zweck freigegeben. Mitte Oktober hatte beispielsweise Tim Davis festgestellt, dass Copilot geschützten Code für die Transposition einer Sparse-Matrix ausgegeben hat.
In Zusammenhang mit dem GitHub Copilot könnte sich zukünftig die Frage klären, ob sich durch den Einsatz eines KI-Tools produzierter Code überhaupt urheberrechtlich schützen lässt. Aktuell macht es einen Unterschied, ob eine Software selbst geschrieben oder von einem anderen Programm erzeugt wurde. Daher dürften sich in den kommenden Jahren noch einige Juristen mit dem Thema auseinandersetzen.
Siehe auch:
Sammelklage steht Entwicklern offen
Da es sich um eine in den Vereinigten Staaten zulässige Sammelklage handelt, haben auch weitere betroffene Entwickler die Möglichkeit, an dem Verfahren teilzunehmen. In der eingereichten Klageschrift wird GitHub Copilot vorgeworfen, Code aus Quake III genutzt zu haben. Dass die Software unter der GPLv2-Lizenz steht, wurde nach dem Kopieren der Inhalte nicht angegeben. Grundsätzlich darf urheberrechtlich geschützter Quellcode nur unter in der Lizenz angegebenen Bedingungen übernommen werden. Ferner ist es rechtswidrig, Metadaten zu den Autoren zu entfernen.In Zusammenhang mit dem GitHub Copilot könnte sich zukünftig die Frage klären, ob sich durch den Einsatz eines KI-Tools produzierter Code überhaupt urheberrechtlich schützen lässt. Aktuell macht es einen Unterschied, ob eine Software selbst geschrieben oder von einem anderen Programm erzeugt wurde. Daher dürften sich in den kommenden Jahren noch einige Juristen mit dem Thema auseinandersetzen.
Siehe auch:
Thema:
Beliebte Open-Source-Downloads
Videos zum Thema
Beiträge aus dem Forum
-
Digitale Souveränität konkret: Schweiz startet Open-Source-Arbeitsplat
d-hubs -
Concat Die freie Open-Source-Alternative
d-hubs -
Foren Software Software Allgemein Der Open-Source-Spätsommer
d-hubs -
DigiKam: das Open-Source-Fotoverwaltungsprogramm
d-hubs -
Lernen hört nie auf und dank Open Source
d-hubs
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Windows 11: Weiterer Patchday-Bug sorgt für komplette Audio-Ausfälle
- Laptop-Hersteller ergattert günstigen RAM, zahlt Kunden Geld zurück
- Radeon RX 7900 XTX beweist: Auch 8-Pin-Stecker können schmelzen
- Benchmark: Apple A20 Pro hängt Snapdragon und Exynos teils brutal ab
- Jetzt vorbestellen: Apple iPhone 18 Pro in diesen Shops erhältlich
- Apple iPhone Duo ohne Display-Falte? Hands-on-Video zeigt die Realität
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen