Ozean künstlich abkühlen, um Wetter zu bändigen:
So leicht gehts nicht
Wir werden gute Ideen brauchen, um mit den Folgen des Klimawandels umzugehen. Wissenschaftler haben jetzt ein Gedankenexperiment auf die Probe gestellt, das nach Wahnsinn klingt: Können wir mit einer künstlichen Abkühlung des Ozeans Extremwetterlagen beeinflussen?
Die Ozeane heizen sich auf (Daten von NOAA)
Die Wissenschaftler nahmen sich in ihrer Studie laut Bericht von Phys der Annahme an, mit einer künstlichen Kühlung des Ozeans könne ein Hurrikan entscheidend geschwächt werden. Das erwartbare Ergebnis: Die Menge an gekühltem Wasser, die benötigt wird, um auch nur einen winzigen Effekt zu erreichen, ist so groß, dass die Menschheit vorher in ein neues Energiezeitalter eintreten müsste. Nolan und seine Kollegen liefern dank einer Kombination aus aktuellen Theorien zur Wechselwirkung zwischen Luft und Meer und einem hoch entwickelten Computermodell der Atmosphäre konkrete Zahlen.
Die dafür benötigte Energiemenge? Das Hundertfache des Energieverbrauchs der gesamten Vereinigten Staaten allein im Jahr 2019. Und so wählen die Wissenschaftler für ihre Studie eine recht klare Überschrift: "Gezielte Abkühlung des Ozeans zur Schwächung tropischer Wirbelstürme wäre sinnlos."
Siehe auch:
Manchmal müssen spektakuläre Ideen einfach mal auf den Prüfstand
"Man könnte meinen, dass das Hauptergebnis unseres Artikels, nämlich dass es sinnlos ist, zu versuchen, Hurrikane abzuschwächen, offensichtlich sein sollte", so David Nolan, Professor für Atmosphärenforschung an der UM Rosenstiel School und Hauptautor der Studie. Doch Nolan und seine Kollegen können feststellen: Auch mit dem Schein der vermeintlich Heil bringenden Lösung wird in den letzten Jahren immer wieder mit der Idee hausiert, man könne Extremwetterlagen wie Hurrikans doch mit menschengemachter Kraft beeinflussen - spektakuläre Patentanmeldungen und Medienberichte bleiben da nicht aus. "Wir sind froh, dass wir in der Lage sind, etwas in die von Experten begutachtete Literatur aufzunehmen, das sich tatsächlich mit diesem Thema befasst", so Nolan.
Die Ozeane heizen sich auf (Daten von NOAA)
Die Wissenschaftler nahmen sich in ihrer Studie laut Bericht von Phys der Annahme an, mit einer künstlichen Kühlung des Ozeans könne ein Hurrikan entscheidend geschwächt werden. Das erwartbare Ergebnis: Die Menge an gekühltem Wasser, die benötigt wird, um auch nur einen winzigen Effekt zu erreichen, ist so groß, dass die Menschheit vorher in ein neues Energiezeitalter eintreten müsste. Nolan und seine Kollegen liefern dank einer Kombination aus aktuellen Theorien zur Wechselwirkung zwischen Luft und Meer und einem hoch entwickelten Computermodell der Atmosphäre konkrete Zahlen.
Simulierter Wahnsinn
In ihren Computersimulationen tasteten sich die Wissenschaftler an die vermeintliche Lösung heran. So wurden Meeresgebiete mit einer Größe von bis zu 260.000 km² - gleichbedeutend mit 21.000 Kubikkilometern Wasser - um bis zu 2 Grad Celsius abgekühlt. Bei maximaler Ausdehnung und Abkühlung schwächten sich die simulierten Hurrikane tatsächlich um 15 Prozent ab.Die dafür benötigte Energiemenge? Das Hundertfache des Energieverbrauchs der gesamten Vereinigten Staaten allein im Jahr 2019. Und so wählen die Wissenschaftler für ihre Studie eine recht klare Überschrift: "Gezielte Abkühlung des Ozeans zur Schwächung tropischer Wirbelstürme wäre sinnlos."
Siehe auch:
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