Aktive Kühlung mit Mikro-Vibrationen:
Solid State Cooling für Laptops

Das Start-up-Unternehmen Frore Systems will mit einem neuen Ansatz dafür sorgen, dass dünne Notebooks und andere mobile Elektronikgeräte höchst effektiv aktiv gekühlt werden können - ohne dabei hörbaren Lärm zu produzieren. Die Firma setzt auf "Solid State Active Cooling Chips".
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Frore Systems
Wie PCWorld berichtet, war auf der CES 2023 in Las Vegas auch die kleine Firma Frore Systems anwesend, die einen neuen Ansatz der aktiven Kühlung für mobile PC-Systeme demonstrierte. Statt der sonst üblichen rotierenden Lüfter, die allein schon durch ihre Bauweise immer zumindest geringen hörbaren Lärm verursachen, setzen die Ingenieure darauf, die Luft mithilfe von Mikrovibrationen zu bewegen, die sie durch Ultraschall erzeugen.
Frore Systems: Aktive Kühlung mit MikrovibrationenFrore Systems: Aktive Kühlung mit MikrovibrationenFrore Systems: Aktive Kühlung mit MikrovibrationenFrore Systems: Aktive Kühlung mit Mikrovibrationen

Frore hat dazu "Chips" entwickelt, die nur rund 2,8 Millimeter dick sind und sich somit auch in modernen, sehr flachen Notebooks platzieren lassen. Ein Beispiel ist der "AirJet Mini", bei dem sich in der Oberfläche schmale Schlitze befinden, durch die kalte Luft einströmen kann. An einer Seite des Chips befindet sich wiederum ein weiterer Schlitz, durch den die im Inneren erwärmte Luft wieder ausströmen kann.


Fünf bis zehn Watt Kühlleistung je Modul

Um die Luft im Inneren zu bewegen, nutzt Frore Mikrovibrationen, die von dünnen Membranen im Inneren des Chips erzeugt werden. Sie sorgen dafür, dass die Luft von außen eingesaugt wird, im Inneren die von einem Prozessor oder eine Heatpipe abgegebene Wärme aufnehmen und an der Seite des AirJet wieder ausgestoßen werden kann. Aktuell lassen sich je nach Größe der von Frore Systems entwickelten ultraschallbasierten Kühlung pro Modul zwischen fünf und zehn Watt an Hitze bewältigen.

Durch die Kombination mehrerer AirJet-Module und der ohnehin in vielen Notebooks üblichen Heatpipes sollen sich ohne weiteres Ultrabooks und andere dünne PCs mit einer CPU-Verlustleistung von bis zu 28 Watt problemlos aktiv, aber dennoch praktisch geräuschlos kühlen lassen. In der Praxis sorgt dies laut dem Hersteller dafür, dass CPUs länger mit ihrer vollen Leistung und ohne Throttling arbeiten können, während die Geräuschentwicklung deutlich sinkt.

Aktuell arbeitet Frore Systems unter anderem mit Intel und einigen Intel-Partnern zusammen, um im weiteren Verlauf des Jahres 2023 erste Systeme mit seiner neuartigen Kühllösung auf den Markt zu bringen. Für den Betrieb der "Lüfter-Chips" wird übrigens ungefähr die gleiche Energie benötigt, wie auch für klassische aktive Lüfter konventioneller Bauart.

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