Stillstand beim Artemis-Mondflug:
Startversuche erstmal gestrichen
Das ist eben doch Raketenwissenschaft: Die NASA tut sich schwer, die Artemis-1-Mondrakete zum Jungfernflug abmarschbereit zu machen. Nachdem der zweite Anlauf zum Start vor ein paar Tagen gescheitert war, werden jetzt erst mal alle weiteren Versuche verschoben.
Artemis 1 bleibt vorerst am Boden
"Die Missionsleiter trafen sich und beschlossen, auf weitere Startversuche Anfang September zu verzichten", so die kurze Mitteilung nach der Entscheidung, den zweiten Startversuch wegen einer defekten Dichtung im Treibstofftank-System zu verschieben. In den nächsten Tagen gilt es für spezialisierte Teams jetzt erst einmal, sich Zugang zum Leck auf der Startrampe 39B zu verschaffen. Dann muss man entscheiden: Kann die defekte Dichtung vor Ort ausgetauscht werden oder erledigt man diese Arbeit im Gebäude für Fahrzeugmontage, dem Vehicle Assembly Building, oder kurz VAB?
Und dann läuft für die Mondrakete auch noch eine andere Uhr, die den nächsten Start um Wochen nach hinten schieben wird. Das Flugabbruchsystem, mit dem die NASA SLS in einem katastrophalen Notfall zur geplanten Explosion bringen kann, muss nach 25 Tagen zurückgesetzt werden. Auch dieser Prozess erfordert, dass die riesige Rakete erst einmal wieder zurück zum VAB rollt, statt abzuheben.
Der Orbit bestimmt die möglichen Starttage
Siehe auch:
Die Rückkehr zum Mond beginnt mit leichtem Stolpern
Für die NASA sind die aktuellen Ereignisse rund um die Artemis-1-Mondrakete von großer symbolischer Bedeutung: Die Weltraumagentur der USA - und damit das ganze Land - will zeigen, dass man der Idee der Eroberung des Weltraums endlich wieder mehr Schubkraft verleihen kann. Erstes Ziel: Das Raketensystem SLS soll sich mit einem Rundflug um den Mond beweisen. Wie wir am Wochenende berichten konnten, waren dabei die ersten beiden Startversuche gescheitert - nichts Ungewöhnliches für Raketenstarts, aber natürlich zumindest unglücklich. Jetzt teilen die Ingenieure mit: Der nächste Versuch wird auf sich warten lassen.
Artemis 1 bleibt vorerst am Boden
"Die Missionsleiter trafen sich und beschlossen, auf weitere Startversuche Anfang September zu verzichten", so die kurze Mitteilung nach der Entscheidung, den zweiten Startversuch wegen einer defekten Dichtung im Treibstofftank-System zu verschieben. In den nächsten Tagen gilt es für spezialisierte Teams jetzt erst einmal, sich Zugang zum Leck auf der Startrampe 39B zu verschaffen. Dann muss man entscheiden: Kann die defekte Dichtung vor Ort ausgetauscht werden oder erledigt man diese Arbeit im Gebäude für Fahrzeugmontage, dem Vehicle Assembly Building, oder kurz VAB?
Und dann läuft für die Mondrakete auch noch eine andere Uhr, die den nächsten Start um Wochen nach hinten schieben wird. Das Flugabbruchsystem, mit dem die NASA SLS in einem katastrophalen Notfall zur geplanten Explosion bringen kann, muss nach 25 Tagen zurückgesetzt werden. Auch dieser Prozess erfordert, dass die riesige Rakete erst einmal wieder zurück zum VAB rollt, statt abzuheben.
Der Orbit bestimmt die möglichen Starttage
Wann geht es weiter?
Zu guter Letzt wird der Zeitplan durch die komplexe Orbitalmechanik bei einem Start zum Mond diktiert. Das aktuelle Zeitfenster für Versuche schließt sich am 6. September. Die nächste Gelegenheit für einen Start ergibt sich dann erst wieder am 19. September. Dann hat die NASA bis zum 4. Oktober Zeit, Artemis 1 auf seine Reise zu schicken. Klappt das wieder nicht, öffnet sich das nächste Orbitalfenster erst erneut am 17. Oktober. Man darf gespannt sein, wann die USA ihre Segel wieder erfolgreich Richtung Mond setzen können.Siehe auch:
Thema:
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