Huawei-Chef: Für uns geht es jetzt nur noch ums Überleben
Der Chef des chinesischen Technologiekonzerns Huawei hat in drastischen Worten vor einem Zusammenbruch gewarnt. Für das Unternehmen werde es in der nächsten Zeit nicht um gute Ergebnisse, sondern um das nackte Überleben gehen, erklärte Ren Zhengfei.
Ungewöhnlich war dabei nicht unbedingt die Warnung an sich, sondern die für chinesische Verhältnisse ungewohnt drastischen Worte. Der Manager schrieb diese in einer Mitteilung an die 200.000 Beschäftigten des Unternehmens, wobei bei dieser großen Zahl an Empfängern klar sein musste, dass das Memo auf keinen Fall intern bleiben würde. Schnell kursierte der Brief in den sozialen Medien und wurde dort weit über hundert Millionen Mal geteilt, berichtet die britische Zeitung The Guardian.
Ren stimmte die Belegschaft darauf ein, dass es in den kommenden Jahren nicht darum gehen werde, dass Huawei ausgeglichene Bilanzen erreicht und die Expansion voranbringt. Vielmehr werde alles dem Erzielen kurzfristiger Gewinne untergeordnet, die man als Notwendigkeit ansieht, um das Unternehmen mit einem ausreichenden finanziellen Polster auszustatten. Mit einem solchen wäre man dann wohl in der Lage, kurzfristige Entwicklungen abzufangen.
Das Memo lässt sich auch dahingehend interpretieren, dass die Belegschaft Huaweis auf verschiedene Maßnahmen eingestimmt werden soll, die in der nächsten Zeit durch das Management eingeleitet werden könnten. Hierzu gehören unter anderem umfangreichere Entlassungen und auch der Verkauf von Teilen des Konzerns.
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Ren stimmte die Belegschaft darauf ein, dass es in den kommenden Jahren nicht darum gehen werde, dass Huawei ausgeglichene Bilanzen erreicht und die Expansion voranbringt. Vielmehr werde alles dem Erzielen kurzfristiger Gewinne untergeordnet, die man als Notwendigkeit ansieht, um das Unternehmen mit einem ausreichenden finanziellen Polster auszustatten. Mit einem solchen wäre man dann wohl in der Lage, kurzfristige Entwicklungen abzufangen.
Massiver Druck
Ren benannte eine Reihe von Faktoren, die dem Konzern in der letzten Zeit ordentlich zu schaffen machten. Besonders heftig und speziell wirken sich natürlich die Sanktionen der USA gegen Huawei und andere chinesische Tech-Unternehmen aus. Diese sorgten dafür, dass man anderen Herausforderungen wie der Coronapandemie und nun dem Krieg Russlands gegen die Ukraine bereits in deutlich geschwächtem Zustand entgegentreten musste.Das Memo lässt sich auch dahingehend interpretieren, dass die Belegschaft Huaweis auf verschiedene Maßnahmen eingestimmt werden soll, die in der nächsten Zeit durch das Management eingeleitet werden könnten. Hierzu gehören unter anderem umfangreichere Entlassungen und auch der Verkauf von Teilen des Konzerns.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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