Werksumbau: Am Spreewald werden bald Akkus statt Munition zerlegt

Brandenburg setzt seine Entwicklung zum Zentrum für die Energiewende fort: An einem weiteren Standort wird man sich zukünftig um das Recycling von Batterien kümmern. Bis Ende letzten Jahres wurde in dem Werk bei Lübben alte Munition zerlegt.
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Das Unternehmen Spreewerk Lübben verfügt über ein 190 Hektar großes Gelände einige Kilometer nördlich der Spreewald-Stadt. Gut 70 Kilometer ist das neue Tesla-Werk bei Berlin entfernt. Und auch andere Standorte der Akku-Branche sind von hier aus gut erreichbar. Daher ist der Standort geradezu ideal - hinzukommt, dass hier auch andere Voraussetzungen bereits gegeben sind.

Denn ein guter Teil der Anlagen, mit denen man bisher Munition in ihre Einzelteile zerlegte, lässt sich mit geringeren Anpassungen auch für das Recycling von Batterien nutzen. Wie die Lokalzeitung Lausitzer Rundschau berichtet, würde der sechs Meter lange Drehrohr-Ofen zukünftig beispielsweise genutzt, um die sogenannte Aktivmasse, also die Beschichtungen von Anoden und Kathoden, zurückzugewinnen.


Halbe Million Akkus

Das Potenzial der Anlage soll ausreichen, um zukünftig bis zu einer halben Million Batterien pro Jahr in ihre Bestandteile zu zerlegen. Dabei könnten unter anderem bis zu 2500 Tonnen Aktivmasse gewonnen und für die Herstellung neuer Stromspeicher zur Verfügung gestellt werden. Allerdings müsste für diese Menge der alte Drehrohr-Ofen durch ein etwas größeres Modell ersetzt werden.

Hinsichtlich der erforderlichen Genehmigungen macht man sich beim Spreewerk wenig Sorgen - denn das Gelände war bisher ja auch schon darauf ausgelegt, dass hier mit Gefahrgut gearbeitet wird. Und auch der Wasserverbrauch werde sich nicht erhöhen. Steigen wird hingegen die Zahl der Beschäftigten - von bisher 45 auf zukünftig 150. Neben verschiedenen handwerklichen Fachkräften werden hier auch Menschen einen Job finden können, die nur für einfache Arbeiten qualifiziert sind.

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