Flüssiges Platin senkt Energiebedarf wichtiger Reaktions-Prozesse stark

Einer der wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Energiewende ist die Reduzierung des Verbrauchs - insbesondere auch in der Industrie. Flüssiges Platin könnte hier zukünftig einen großen Beitrag leisten, wie Forscher aus Australien jetzt zeigen konnten. Das Edelmetall ist bereits als hervorragender Katalysator bekannt und kommt zu diesem Zweck bereits in vielen Anwendungen zum Einsatz. Dann sind aber in der Regel Oberflächen mit einer dünnen Platin-Schicht überzogen, an der die Rohstoffe zu ihrer Weiterverarbeitung entlang geleitet werden. Das ist aber in vielen Fällen nicht besonders praktikabel und sinnvoll.

Wissenschaftler publizierten nun aber im Journal Nature Chemistry einen anderen vielversprechenden Ansatz: Ihnen gelang es, verschiedene Reaktionen, die eigentlich viel Prozesswärme benötigen, bei sehr viel niedrigeren Temperaturen ablaufen zu lassen, wenn Spuren von flüssigem Platin beigemengt wurden. Dabei war es auch möglich, den Bedarf an Platin - immerhin eines der seltensten Metalle auf der Erde - deutlich zu senken, indem man es mit flüssigem Gallium vermengte.

Wichtige Reaktionen

Die Energieeffizienz lässt sich nach den vorliegenden Erkenntnissen vor allem bei Reaktionen deutlich verbessern, die in großem Umfang durchgeführt werden. Das betrifft beispielsweise die Ammoniak-Synthese, die die Grundlage für die Herstellung vieler Düngemittel und auch der Produktion von E-Fuels bildet.

Die Kombination von Platin und Gallium ist in diesem Fall auch besonders praktisch, da das zweite Metall für den flüssigen Zustand sorgt: Man stellt schlicht eine Legierung aus Platin mit seinem Schmelzpunkt von über 1700 Grad Celsius mit einer größeren Menge an Gallium, das bereits bei knapp 30 Grad flüssig wird, her. Die geringen Beimischungen des Platins sorgen dafür, dass die Legierung weiterhin bei knapp über Zimmertemperatur schmilzt, während die Funktionsweise als Katalysator auf hohem Niveau bleibt.

In der Grundidee schlummern nach Einschätzung der Forscher noch enorme Potenziale. Denn es gibt auch viele andere metallische Katalysatoren, die auf diesem Weg verflüssigt werden könnten. Potenziell gibt es tausend unterschiedliche Kombinationen für ebenso viele Reaktionen, so dass man hier noch viel Raum für weitere Forschungen hat.

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