Absatz bei PC-, Smartphone- und Elektro-Herstellern fällt wie ein Stein

Der größte chinesische Chiphersteller lässt angesichts dramatischer Absatz-Einbrüche in mehreren Märkten eine gewisse Panik aufkommen. Denn auch wenn man selbst erst einmal auf andere Bereiche ausweichen kann, drohen große Kunden auf den Ruin zuzusteuern. Insbesondere bei Mobiltelefonen, Computern und Unterhaltungselektronik sei die Nachfrage bei einigen Auftraggebern "wie ein Stein" gefallen. Eine der hauptsächlichen Ursachen ist dabei die Corona-Politik der chinesischen Regierung. Denn die großen chinesischen Produzenten können entweder in den Lockdown-Regionen, wo ganze Metropolen heruntergefahren sind, gar nichts produzieren oder bekommen ihre Waren nicht in die Absatzmärkte geliefert.

Darüber hinaus wird die Lage durch weitere Faktoren verschärft. "Viele Smartphone-, PC- und Haushaltsgerätehersteller waren in Russland und der Ukraine aktiv. Ihre Einnahmen (aus diesen Märkten) sind nun weg. Darüber hinaus sind auch die Verkaufszahlen auf ihrem chinesischen Heimatmarkt aufgrund der Covid-Situation zurückgegangen", erklärte Konzernchef Zhao Haijun laut der Wirtschaftszeitung Nikkei auf einem Treffen mit Investoren.

Ausweichen geht nicht ewig

Aufgrund der konkreten Entwicklung ist auch kein Ende dieser Entwicklung absehbar. Zhao rechnet damit, dass in diesem Jahr allein aufgrund der genannten Faktoren beispielsweise 200 Millionen Smartphones nicht verkauft werden können. Am stärksten wären von diesem Problem die Gerätehersteller in China betroffen. Teilweise würden Produzenten von Unterhaltungselektronik auch schon auf Lagerbeständen sitzen, die sie sonst in fünf Monaten verkauften.

Auf sein eigenes Unternehmen ist die Dramatik der Situation noch nicht voll durchgeschlagen. Denn bei Halbleiter-Komponenten ist die Nachfrage ohnehin stärker als die globale Produktionskapazität, so dass man hier noch auf alternative Produkte ausweichen kann. So stellt der Auftragshersteller derzeit viele Chips für das Energiemanagement und Microcontroller her, die bei den Herstellen von Elektroautos und für industrielle Anwendungen benötigt werden. Infografik Lockdown-Folgen: Stau vor ShanghaiLockdown-Folgen: Stau vor Shanghai

Nachverhandlungen nötig

Doch auf Dauer birgt die Lage auch für SMIC hohe Risiken. "Unsere eigene Produktionsleistung ist so eine Sache", sagte der Firmenchef. "Wir sind auch vorsichtig, was die langfristigen Auswirkungen auf die Lieferkette betrifft, einschließlich des Chip-Packagings und -Testings sowie andere Leistungen in der Lieferkette. Wir gehen nicht davon aus, dass die Auswirkungen in diesem Quartal verschwinden werden." Zumal auch die Herstellungskosten steigen und mit einigen Kunden bereits die Verträge nachverhandelt werden müssen, wenn man nicht draufzahlen will.

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