Datenzentren für Europa bringen Irlands Stromnetz an seine Grenzen
In Irland sind diverse Internet-Unternehmen aus Übersee ansässig und betreiben hier auch große Datenzentren für den europäischen Markt. Deren Stromverbrauch ist inzwischen so groß, dass er den der ländlichen Privathaushalte im Land übertrifft.
Für das vergangene Jahr errechnete das Central Statistics Office (CSO) aus den Daten der Energieversorger, dass 21 Prozent des Stromverbrauchs in den privaten Haushalten der Städte anfielen. 12 Prozent entfielen hingegen auf die Wohnungen in den ländlich gelegenen Orten. Diese Anteile blieben im Wesentlichen über längere Zeit stabil.
Anders sieht die Entwicklung hingegen bei Datenzentren aus. Die IT-Branche lobt sich regelmäßig angesichts neuer Entwicklungen, mit denen ihre Technik immer effizienter arbeitet. Chips benötigen weniger Strom für mehr Leistung und auch die Technologien zur Abführung der Abwärme werden immer besser. Die Fortschritte sind allerdings längst nicht groß genug, um mit dem schnell steigenden Bedarf an Datacenter-Kapazitäten mitzuhalten, wie ein Bericht der Irish Times zeigt.
Der Verbrauch wächst immer schneller
Aufgrund dessen hat sich der Anteil der Datenzentren am Stromverbrauch in Irland binnen der letzten Jahre fast verdreifach: 2015 kamen die Statistiker noch auf einen Wert von 5 Prozent, inzwischen sind daraus 14 Prozent geworden. Im vierten Quartal des letzten Jahres verbrauchten die in Irland angesiedelten Datenzentren dabei 265 Prozent mehr Strom als im ersten Jahresviertel 2015. In absoluten Zahlen kletterte der Verbrauch pro Quartal von 290 auf 1058 Gigawattstunden.
Insbesondere in der Region um die Hauptstadt Dublin wird es für die IT-Firmen jetzt schwer. Der Stromnetzbetreiber Eirgrid weigert sich hier bereits, neue Datenzentren an das Stromnetz anzuschließen, weil das Netz bereits an seinen Kapazitätsgrenzen arbeitet.
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Anders sieht die Entwicklung hingegen bei Datenzentren aus. Die IT-Branche lobt sich regelmäßig angesichts neuer Entwicklungen, mit denen ihre Technik immer effizienter arbeitet. Chips benötigen weniger Strom für mehr Leistung und auch die Technologien zur Abführung der Abwärme werden immer besser. Die Fortschritte sind allerdings längst nicht groß genug, um mit dem schnell steigenden Bedarf an Datacenter-Kapazitäten mitzuhalten, wie ein Bericht der Irish Times zeigt.
Der Verbrauch wächst immer schneller
Aufgrund dessen hat sich der Anteil der Datenzentren am Stromverbrauch in Irland binnen der letzten Jahre fast verdreifach: 2015 kamen die Statistiker noch auf einen Wert von 5 Prozent, inzwischen sind daraus 14 Prozent geworden. Im vierten Quartal des letzten Jahres verbrauchten die in Irland angesiedelten Datenzentren dabei 265 Prozent mehr Strom als im ersten Jahresviertel 2015. In absoluten Zahlen kletterte der Verbrauch pro Quartal von 290 auf 1058 Gigawattstunden.
Grenzen fast erreicht
Der gesamte Stromverbrauch in Irland kletterte binnen der letzten sechs Jahre um 16 Prozent. An diesem Wachstum hatten die Datenzentren einen überragenden Anteil von rund 70 Prozent. Diese Entwicklung sorgt natürlich für Diskussionen. So wurde bereits über ein grundsätzliches Moratorium für die Ansiedlung neuer Datenzentren gesprochen, das aber erst einmal nicht beschlossen wurde. Trotzdem soll die Vergabe von Baugenehmigungen zukünftig auch an Untersuchungen gebunden sein, dass diese dann die Versorgungssicherheit im irischen Energienetz nicht gefährden.Insbesondere in der Region um die Hauptstadt Dublin wird es für die IT-Firmen jetzt schwer. Der Stromnetzbetreiber Eirgrid weigert sich hier bereits, neue Datenzentren an das Stromnetz anzuschließen, weil das Netz bereits an seinen Kapazitätsgrenzen arbeitet.
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