Marketing & Werbung:
Apotheken-Apps geben Nutzerdaten weiter
Obwohl die Bestellung von Medikamenten über das Smartphone praktisch sein kann, ist der Vorgang oftmals mit Datenschutz-Problemen verbunden. Mehrere Apotheken-Apps sollen die Nutzerdaten an Werbenetzwerke weiterleiten. Die Übermittlung sei für manche Funktionen erforderlich.
Eine Analyse des Portals Mobilsicher hat ergeben, dass drei von fünf untersuchten Apps sämtliche Suchanfragen an andere Unternehmen weitergeben. Neben Shop Apotheke wurden die Lösungen der Anbieter Docmorris, Medpex, Cure und Mayd untersucht. Um die Anwendungen zu testen, wurde in jeder App ein Konto angelegt. Hierzu wurden der Name, die Anschrift, die Telefonnummer sowie die E-Mail-Adresse abgefragt. Daraufhin haben die Tester zwei Medikamente gesucht, ohne Rezepte hochzuladen.
Mayd soll alle Suchbegriffe in Kombination mit dem Straßennamen und der Hausnummer sowie der Postleitzahl an Google gesendet haben. Der Name sowie die Kontaktdaten wurden an den Analyse-Service Braze geschickt. Zusammen mit dem Suchverlauf wurden die Nutzerdaten an den Verwaltungs- und Analyse-Dienst Segment.io übermittelt. Cure und Medpex haben in dem Test etwas besser abgeschnitten. Während Cure die Nutzerdaten nur an drei Konzerne und die Werbe-ID an Facebook sowie drei weitere Konzerne weitergeleitet hat, wurden keine Anfragen versendet. Medpex gibt den Nutzern die Option, der Weitergabe an Google und Facebook zu widersprechen. Die Werbe-ID soll trotzdem übermittelt worden sein.
Siehe auch:
Apps geben Daten & Suchanfragen weiter
Am schlechtesten haben die Versandhändler Shop Apotheke und Docmorris sowie der Lieferservice Mayd abgeschnitten. Shop Apotheke hat die Anfrage zusammen mit dem Namen, der Mail, dem Wohnort sowie einer individuellen Werbe-ID an das US-amerikanische Marketing-Unternehmen LeanPlum weitergeleitet. Der Suchmaschinen- und Analyse-Service Algolia soll einen Teil der Abfrage erhalten haben. Insgesamt haben neun Drittanbieter Daten aus der App bezogen. Die Werbe-ID wurde an zwei Konzerne verschickt. Docmorris gibt die Suchanfragen an Omikron Data Quality und fünf weitere Konzerne weiter. Hier sollen drei Unternehmen die Werbe-ID erhalten haben.Mayd soll alle Suchbegriffe in Kombination mit dem Straßennamen und der Hausnummer sowie der Postleitzahl an Google gesendet haben. Der Name sowie die Kontaktdaten wurden an den Analyse-Service Braze geschickt. Zusammen mit dem Suchverlauf wurden die Nutzerdaten an den Verwaltungs- und Analyse-Dienst Segment.io übermittelt. Cure und Medpex haben in dem Test etwas besser abgeschnitten. Während Cure die Nutzerdaten nur an drei Konzerne und die Werbe-ID an Facebook sowie drei weitere Konzerne weitergeleitet hat, wurden keine Anfragen versendet. Medpex gibt den Nutzern die Option, der Weitergabe an Google und Facebook zu widersprechen. Die Werbe-ID soll trotzdem übermittelt worden sein.
Übermittlung für manche Funktionen erforderlich
Inzwischen hat sich Mayd zu dem Thema geäußert und die Weitergabe der Daten an Google bestätigt. Die Weiterleitung sei erforderlich, um den Fahrern den Zustellort anzeigen zu können. Der Konzern arbeite jedoch daran, dass die Weitergabe zukünftig nicht mehr für die Funktionalität erforderlich sein wird. Das Unternehmen betont, dass keine komplette Adresse an Braze übermittelt wird. Es soll lediglich die Postleitzahl weitergegeben worden sein.Siehe auch:
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