Manga-Piraten auf YouTube:
Verlag zückt den rechtlichen Holzhammer
Der japanische Manga-Verlag Kadokawa ist bekannt dafür, alles andere als zimperlich gegen Piraten vorzugehen. Aktuell ist man mit einer Klage gegen Cloudflare beschäftigt, doch Kadokawa visiert auch einzelne YouTube-Nutzer an, die Videos von Manga-Heften hochgeladen haben.
Die Kadokawa Corporation ist ein japanisches Medienkonglomerat, zu dem zahlreiche der bekanntesten Mangas gehören. Kennern japanischer Popkultur wird der Verlag zweifellos bekannt sein. Bekannt ist das Unternehmen aber auch für seine gnadenlose Haltung zum Thema Piraterie, es führt auch eine vor kurzem gegründete riesige Anti-Piraterie-Allianz an.
Kadokawa belässt es auch nicht bei Ankündigungen, sondern schickt seine Anwälte gerne und oft los. So hat man Anfang Februar den amerikanischen Hosting-Provider Cloudflare verklagt, illegale Manga- und Anime-Angebote zu schützen sowie selbst zu hosten. Nun berichtet TorrentFreak, dass der japanische Verlag von YouTube die Herausgabe von Namen von sieben YouTube-Nutzern fordert.
"Der Zweck dieser Vorladung besteht darin, die Identität der mutmaßlichen Rechteverletzer zu ermitteln. Diese Informationen werden ausschließlich zum Schutz der Rechte gemäß dem Urheberrechtsgesetz verwendet", schreibt Kadokawa.
Solche DMCA-Vorladungen sind an sich nicht ungewöhnlich oder selten, allerdings werden sie normalerweise gegen Betreiber von Piraterie-Seiten, die massenhafte Copyright-Verstöße begehen, ausgesprochen. Ein solches Vorgehen gegen einzelne YouTuber, die möglicherweise nicht wissen, welche Dimensionen ein Upload haben kann, ist hingegen höchst ungewöhnlich. Sollte Kadokawa die Identität der sieben Personen erfahren, drohen diesen empfindliche Strafen. Denn das simple Herunterladen von Mangas ist in Japan seit kurzem ein strafrechtlicher(!) Verstoß, der bis zu zwei Jahre Haft zur Folge haben kann.
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Kadokawa belässt es auch nicht bei Ankündigungen, sondern schickt seine Anwälte gerne und oft los. So hat man Anfang Februar den amerikanischen Hosting-Provider Cloudflare verklagt, illegale Manga- und Anime-Angebote zu schützen sowie selbst zu hosten. Nun berichtet TorrentFreak, dass der japanische Verlag von YouTube die Herausgabe von Namen von sieben YouTube-Nutzern fordert.
Downloaden kann bis zu zwei Jahre Haft zur Folge haben
Damit geht Kadokawa weiter als es in solchen Fällen üblich ist, denn in der Regel begnügen sich die Urheberrechtsbesitzer mit der Löschung der jeweiligen per DMCA-Takedowns beanstandeten Inhalte. Letzteres machte auch Kadokawa, doch der Manga-Verlag verklagte tags darauf YouTube auf die Herausgabe der Identitäten der sieben YouTuber."Der Zweck dieser Vorladung besteht darin, die Identität der mutmaßlichen Rechteverletzer zu ermitteln. Diese Informationen werden ausschließlich zum Schutz der Rechte gemäß dem Urheberrechtsgesetz verwendet", schreibt Kadokawa.
Solche DMCA-Vorladungen sind an sich nicht ungewöhnlich oder selten, allerdings werden sie normalerweise gegen Betreiber von Piraterie-Seiten, die massenhafte Copyright-Verstöße begehen, ausgesprochen. Ein solches Vorgehen gegen einzelne YouTuber, die möglicherweise nicht wissen, welche Dimensionen ein Upload haben kann, ist hingegen höchst ungewöhnlich. Sollte Kadokawa die Identität der sieben Personen erfahren, drohen diesen empfindliche Strafen. Denn das simple Herunterladen von Mangas ist in Japan seit kurzem ein strafrechtlicher(!) Verstoß, der bis zu zwei Jahre Haft zur Folge haben kann.
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