Illegale Anime-Sites: Japanische Manga-Verleger verklagen Cloudflare
Erst vor kurzem gab die japanische Anime- und Manga-Branche die Gründung einer neuen Allianz gegen Urheberrechtsverletzungen bekannt. Jetzt verklagen die vier größten Manga-Verleger des Landes den Hosting-Dienstleister Cloudflare, weil dieser angeblich Piraterie ermöglicht.
Wie die Japan Times gestern meldete, haben gleich vier große Manga-Publisher aus Japan Klage gegen den amerikanischen Hosting-Provider Cloudflare angekündigt. Sie begründen ihr Vorgehen mit dem Vorwurf, dass Cloudflare Inhalte von Piraterie-Websites auf seinen Servern vorhält. Die Klage soll noch in dieser Woche vor einem Bezirksgericht in Tokio eingereicht werden, so die Unternehmen.
Die Verleger Kodansha, Shueisha, Shogakukan und Kadokawa werfen Cloudflare vor, selbst Urheberrechtsverletzungen zu begehen, weil das Unternehmen Server betreibt, auf denen Anbieter von illegal vertriebenen Manga- und Anime-Inhalten ihre Websites ablegen. Cloudflare ist allerdings kein klassischer Hoster, sondern vor allem als Infrastrukturdienstleister tätig, dessen Cloud-Systeme bei Bedarf besonders starke Traffic-Anstiege abfedern sollen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Cloudflare mit den japanischen Manga-Verlegern aneinandergerät. Bereits 2019 waren die vier Firmen gegen das Unternehmen vorgegangen, weil eine Piraterie-Website die Dienste von Cloudflare nutzte. In diesem Fall einigte man sich später darauf, dass Cloudflare den Betreibern des illegalen Angebots keine Services mehr zur Verfügung stellen würde.
Die japanischen Verlage begründen ihr Vorgehen gegen Cloudflare unter anderem damit, dass sie die "Manga-Kultur Japans schützen" wollen. Die Einnahmen aus dem Betrieb der illegalen Manga-Seiten würden direkt in den Taschen von unberechtigten Drittpersonen landen, während die Buchläden, Publisher und natürlich die Künstler hinter den Comics leer ausgehen würden.
Die Verleger Kodansha, Shueisha, Shogakukan und Kadokawa werfen Cloudflare vor, selbst Urheberrechtsverletzungen zu begehen, weil das Unternehmen Server betreibt, auf denen Anbieter von illegal vertriebenen Manga- und Anime-Inhalten ihre Websites ablegen. Cloudflare ist allerdings kein klassischer Hoster, sondern vor allem als Infrastrukturdienstleister tätig, dessen Cloud-Systeme bei Bedarf besonders starke Traffic-Anstiege abfedern sollen.
Beanstandete Site verzeichnet monatlich 300 Mio. Views
Den Quellen der Japan Times zufolge wollen die japanischen Manga-Verlage Schadenersatz in Höhe von insgesamt rund 400 Millionen Yen erstreiten, was umgerechnet etwa 3,1 Millionen Euro entspricht. Angeblich soll die Klage eine Website betreffen, die bis zu 300 Millionen Views pro Monat verzeichnet und rund 4000 verschiedene Manga-Titel illegal feilbietet.Es ist nicht das erste Mal, dass Cloudflare mit den japanischen Manga-Verlegern aneinandergerät. Bereits 2019 waren die vier Firmen gegen das Unternehmen vorgegangen, weil eine Piraterie-Website die Dienste von Cloudflare nutzte. In diesem Fall einigte man sich später darauf, dass Cloudflare den Betreibern des illegalen Angebots keine Services mehr zur Verfügung stellen würde.
Die japanischen Verlage begründen ihr Vorgehen gegen Cloudflare unter anderem damit, dass sie die "Manga-Kultur Japans schützen" wollen. Die Einnahmen aus dem Betrieb der illegalen Manga-Seiten würden direkt in den Taschen von unberechtigten Drittpersonen landen, während die Buchläden, Publisher und natürlich die Künstler hinter den Comics leer ausgehen würden.
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