McDonald's: Eismaschinen-Hacker fordern 900 Mio. $ Schadensersatz
In den USA bahnt sich ein hunderte Millionen Dollar schwerer Rechtsstreit um die Eiscreme-Maschinen der Fast-Food-Kette McDonald's an. Ein Startup, das deren ständige Defekte aus der Welt schaffen wollte, sieht sich von dem Giganten aus dem Markt gedrängt.
Zuweilen muss man schon von einer glücklichen Fügung sprechen, wenn man in einer McDonald's-Filiale neben den üblichen Burgern auch ein Eis als Dessert bekommt. Die Probleme mit den Eismaschinen sind so häufig, dass es sich sogar lohnt, einen Echtzeit-Störungs-Tracker zu betreiben. Laut diesem sind zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Beitrages 11 Prozent aller Geräte an den Standorten der Kette defekt, in New York liegt der Wert mit über 30 Prozent aktuell am höchsten.
Seit dem Jahr 2019 vertreibt das Startup Kytch aber ein kleines Gerät, das einfach in die Eismaschinen eingebaut werden kann, berichtet das US-Magazin Wired. Es klinkt sich in die interne Kommunikation ein und liefert jederzeit Daten an das Smartphone eines Verantwortlichen der jeweiligen Filiale. So ist es möglich, rechtzeitig einzugreifen und Wartungsarbeiten vorzunehmen, bevor es zu weitergehenden Schwierigkeiten kommt. Die Verfügbarkeit der Eismaschinen lässt sich so deutlich steigern, was die Kunden zufriedener macht und die Umsätze ankurbelt - manche Filialbetreiber sprechen hier von vierstelligen Summen, die im Monat dazukommen.
Bei Kytch sieht man sich seitens des Konzerns unrechtmäßig diffamiert. "Sie haben unseren Namen beschmutzt. Sie haben unsere Kunden vergrault und unser Geschäft ruiniert. Sie waren wettbewerbsfeindlich. Sie haben über ein Produkt gelogen, von dem sie sagten, es würde auf den Markt kommen", erklärte Mitbegründerin Melissa Nelson.
Bis 2020 hatte Kytch bereits 500 Kunden gewonnen und die Umsätze teilweise monatlich verdoppelt. Dies ist nun aber durch das Eingreifen des McDonald's-Konzerns vorbei. Daher will man sich nun vor Gericht wehren und reicht Klage ein, in der eine Schadensersatz-Forderung von 900 Millionen Dollar aufgestellt wird.
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Seit dem Jahr 2019 vertreibt das Startup Kytch aber ein kleines Gerät, das einfach in die Eismaschinen eingebaut werden kann, berichtet das US-Magazin Wired. Es klinkt sich in die interne Kommunikation ein und liefert jederzeit Daten an das Smartphone eines Verantwortlichen der jeweiligen Filiale. So ist es möglich, rechtzeitig einzugreifen und Wartungsarbeiten vorzunehmen, bevor es zu weitergehenden Schwierigkeiten kommt. Die Verfügbarkeit der Eismaschinen lässt sich so deutlich steigern, was die Kunden zufriedener macht und die Umsätze ankurbelt - manche Filialbetreiber sprechen hier von vierstelligen Summen, die im Monat dazukommen.
McDonald's reagiert
Im November 2020 gab es allerdings erste Reaktionen des McDonald's-Managements, das die Franchise-Nehmer aufforderte, die Kytch-Geräte nicht einzusetzen. In Rundschreiben hieß es, dass durch deren Einsatz die Garantie erlösche und geheime Informationen ausgespäht würden. Darüber hinaus würden die Systeme ein Sicherheitsrisiko darstellen und sie könnten sogar zu ernsthaften Verletzungen bei Menschen führen. Darüber hinaus begann der Konzern eine neue Eismaschine seines langjährigen Produktionspartners Taylor zu bewerben, in der Features, wie sie Kytch bereitstellte, bereits ab Werk enthalten waren. Allerdings gibt es von dem neuen System bisher nur wenige Test-Installationen.Bei Kytch sieht man sich seitens des Konzerns unrechtmäßig diffamiert. "Sie haben unseren Namen beschmutzt. Sie haben unsere Kunden vergrault und unser Geschäft ruiniert. Sie waren wettbewerbsfeindlich. Sie haben über ein Produkt gelogen, von dem sie sagten, es würde auf den Markt kommen", erklärte Mitbegründerin Melissa Nelson.
Bis 2020 hatte Kytch bereits 500 Kunden gewonnen und die Umsätze teilweise monatlich verdoppelt. Dies ist nun aber durch das Eingreifen des McDonald's-Konzerns vorbei. Daher will man sich nun vor Gericht wehren und reicht Klage ein, in der eine Schadensersatz-Forderung von 900 Millionen Dollar aufgestellt wird.
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Christian Kahle
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