Panasonics klimaschädlichstes Werk soll jetzt Netto-Null erreicht haben
Der japanische Elektronikkonzern Panasonic will sich offenbar als leuchtendes Beispiel in einer Wirtschaftswelt präsentieren, die den Weg zur Klimaneutralität beschritten hat: Das bisher klimaschädlichste Werk des Konzerns wurde auf Netto-Null gebracht.
Die Rede ist hierbei von einer Produktionsanlage in der chinesischen Stadt Wuxi in der Nähe der Metropole Shanghai. In dem Werk werden Stromspeicher verschiedener Art hergestellt - darunter Lithium-Ionen- und Nickel-Metallhydrid-Batterien. Die Auswirkungen auf die Klimabilanz des Unternehmens kamen dabei vor allem daher, dass die Prozesse extrem energiehungrig sind.
Das Panasonic-Management hatte aber das Ziel definiert, den gesamten Konzern zumindest in der eigenen Produktion bis 2030 klimaneutral zu machen. Das Werk in Wuxi wurde dabei als schwierigste Aufgabe direkt als Pilotprojekt in Angriff genommen. Und die Verantwortlichen drehten hier den Angaben zufolge wirklich an allen Stellschrauben, derer man habhaft werden konnte, wie aus einem Bericht des Wall Street Journals hervorgeht.
Allerdings lassen sich derzeit noch nicht alle Bereiche aus sich heraus klimaneutral organisieren. So arbeiten beispielsweise längst nicht alle Zulieferer bereits an einer Umstellung. Hier entschied Panasonic sich dann dafür, die anfallenden CO2-Äquivalente durch den Kauf von Zertifikaten und die Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen zu kompensieren.
Die Erfahrungen in Wuxi wollen nun genutzt werden, um 37 weitere Panasonic-Produktionsanlagen zumindest hinsichtlich ihrer direkten Emissionen auf Netto-Null zu bringen. Bis 2050 will man dieses Ziel dann für die gesamte Kette von der Rohstoff-Förderung bis zum Verbraucher hinbekommen.
Siehe auch:
Das Panasonic-Management hatte aber das Ziel definiert, den gesamten Konzern zumindest in der eigenen Produktion bis 2030 klimaneutral zu machen. Das Werk in Wuxi wurde dabei als schwierigste Aufgabe direkt als Pilotprojekt in Angriff genommen. Und die Verantwortlichen drehten hier den Angaben zufolge wirklich an allen Stellschrauben, derer man habhaft werden konnte, wie aus einem Bericht des Wall Street Journals hervorgeht.
Roboter und LED
So wurde beispielsweise die Automatisierung mit Robotern vorangetrieben, um die Effizienz zu steigern. Weiterhin wurde die Versorgung auf regenerative Stromquellen umgestellt. Aber auch kleine Maßnahmen, wie der Austausch sämtlicher alter Leuchtmittel und ihr Ersatz durch LED trugen ihren Teil bei.Allerdings lassen sich derzeit noch nicht alle Bereiche aus sich heraus klimaneutral organisieren. So arbeiten beispielsweise längst nicht alle Zulieferer bereits an einer Umstellung. Hier entschied Panasonic sich dann dafür, die anfallenden CO2-Äquivalente durch den Kauf von Zertifikaten und die Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen zu kompensieren.
Die Erfahrungen in Wuxi wollen nun genutzt werden, um 37 weitere Panasonic-Produktionsanlagen zumindest hinsichtlich ihrer direkten Emissionen auf Netto-Null zu bringen. Bis 2050 will man dieses Ziel dann für die gesamte Kette von der Rohstoff-Förderung bis zum Verbraucher hinbekommen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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