AMD und Intel stärken sich mit spannenden Firmen-Übernahmen
Angesichts der hohen Dynamik auf dem Halbleiter-Markt ist sowohl Intel als auch AMD klar, dass sie Probleme bekommen werden, wenn sie weiterhin in erster Linie auf ihre klassischen Geschäftsbereiche setzen. Daher kauften die Unternehmen weiter zu.
Den größten Deal kann dabei AMD vorweisen. Das vergleichsweise kleine Unternehmen vermeldete jetzt, dass man die Übernahme der Firma Xilinx abschließen konnte. Dabei handelt es sich um den derzeit größten Hersteller so genannter Field-Programmable Gate Arrays (FPGAs), das sind frei programmierbare Prozessoren, die sich vom Anwender auf verschiedene Berechnungen optimieren lassen.
AMD kann sich damit ein drittes Standbein schaffen: Neben CPUs und GPUs, die durch den Kauf ATIs im Jahr 2006 hinzukamen, werden zukünftig also FPGAs angeboten, wodurch der Gesamtkonzern sich ein Stück unabhängiger von einzelnen Chip-Klassen macht. Den Kauf des Unternehmens lässt man sich immerhin 60 Milliarden Dollar kosten. Damit handelt es sich um eine Akquisition, die AMD noch vor einiger Zeit nicht einmal annähernd hätte stemmen können. Doch seit der Wiedererweckung des Unternehmens über die neue Zen-Architektur hat man ordentlich zugelegt und kann das eigene Geschäft so noch einmal entscheidend stärken.
Bei Tower Semiconductor handelt es sich in erster Linie um eine Foundry, also einen Auftragshersteller für Chips. Das Unternehmen betreibt mehrere Produktionsanlagen in Israel. Eine Spezialität ist die Fertigung analoger Bauelemente, wie sie beispielsweise in Lautsprechern, Mikrofonen und in Funktechnik zum Einsatz kommen.
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AMD kann sich damit ein drittes Standbein schaffen: Neben CPUs und GPUs, die durch den Kauf ATIs im Jahr 2006 hinzukamen, werden zukünftig also FPGAs angeboten, wodurch der Gesamtkonzern sich ein Stück unabhängiger von einzelnen Chip-Klassen macht. Den Kauf des Unternehmens lässt man sich immerhin 60 Milliarden Dollar kosten. Damit handelt es sich um eine Akquisition, die AMD noch vor einiger Zeit nicht einmal annähernd hätte stemmen können. Doch seit der Wiedererweckung des Unternehmens über die neue Zen-Architektur hat man ordentlich zugelegt und kann das eigene Geschäft so noch einmal entscheidend stärken.
Auch Intel schlägt zu
Der wesentlich finanzkräftigere Konkurrent Intel geht es unter dessen etwas ruhiger an. Der Konzern wird laut eines Berichtes des Wall Street Journals den israelischen Chip-Hersteller Tower Semiconductor schlucken. Diese Übernahme soll 6 Milliarden Dollar kosten, hieß es. Eine offizielle Bestätigung hierfür gibt es allerdings bisher noch nicht.Bei Tower Semiconductor handelt es sich in erster Linie um eine Foundry, also einen Auftragshersteller für Chips. Das Unternehmen betreibt mehrere Produktionsanlagen in Israel. Eine Spezialität ist die Fertigung analoger Bauelemente, wie sie beispielsweise in Lautsprechern, Mikrofonen und in Funktechnik zum Einsatz kommen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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