Dark Herring-Netz: Android-Apps locken Millionen Nutzer in Abofalle
Von Abofallen hört man in letzter Zeit zum Glück selten. Nun ist eine perfide Masche von Betrügern im Google Play Store bekannt geworden, die ersten Schätzungen zufolge mehrere Millionen Android-Nutzer in eine Abofalle gelockt hat.
Das meldet das Online-Magazin Threatpost.
Entdeckt wurde das Netzwerk dabei von den Sicherheitsspezialisten von Zimperium. Sie haben das Netzwerk "Dark Herring" genannt und setzen den Trick nun mit einer Mischung aus Abofalle und Malware gleich. Der Trick fängt dabei ganz harmlos an. Die Gauner bieten Apps zum Download an, die eine ganz reguläre Funktion aufweisen. Rund 470 Apps sollen zu dem "Dark Herring"-Schwarm gehören. Diese Anwendungen selbst zeigen zunächst keinerlei Anzeichen für Manipulation oder Malware, doch im Hintergrund wird ein Premiumdienst über die Mobilfunkabrechnung abgerechnet, von dem der Nutzer nichts mitbekommt.
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Google hat mitgeteilt, dass der Betrugsdienst nicht mehr funktioniert, aber jeder Nutzer, der eine der Apps bereits installiert hat, könnte noch immer zum Opfer werden. Zudem sind die Apps weiterhin in App-Stores von Drittanbietern erhältlich.
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Kampagne lief lange Zeit ohne entdeckt zu werden
Android-Anwender, die die Bezahlung von Drittanbieter-Leistungen über ihre Mobilfunkabrechnung nutzen, könnten unbemerkt in die Falle getappt sein. Die App verbindet sich dabei im Hintergrund mit einem von den Gaunern selbst gestalteten "Premiumdienst", was im Anschluss automatisch abgerechnet wird. Die Kampagne wurde laut der jetzt erfolgten Analyse vermutlich erstmals im März 2020 eingesetzt und lief aktiv bis November letzten Jahres, so der Bericht.Unbekannt, wo die Falle zuschlägt
Zimperium schätzt, dass die Kampagne insgesamt einen dreistelligen Millionenbetrag erbeuten konnte, und zwar in Schritten von 15 US-Dollar pro Monat und Opfer. Google hat inzwischen alle 470 Anwendungen aus dem Play Store entfernt, die mit dem Netzwerk in Verbindung stehen. Dark Herring-Apps sollen aber bereits auf mehr als 100 Millionen Android-Geräten weltweit installiert worden sein, bevor Google einen Riegel vor den Betrug schieben konnte. Es ist nicht bekannt, ob die Abofalle weltweit eingesetzt wird.Google hat mitgeteilt, dass der Betrugsdienst nicht mehr funktioniert, aber jeder Nutzer, der eine der Apps bereits installiert hat, könnte noch immer zum Opfer werden. Zudem sind die Apps weiterhin in App-Stores von Drittanbietern erhältlich.
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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