Googles Kamera-App baut mehr Fehler in QR-Codes als bisher bekannt
Das QR-Code-Problem der Google-Smartphones schien anfangs etwas aufgeblasen, je tiefer man allerdings bohrt, umso mehr Fehler lassen sich reproduzieren. Nicht nur Links werden falsch interpretiert, sondern auch Kalender-Daten.
Und die Sache geht über die anfangs beschriebenen Pixel-Geräte mit Android 12 hinaus, wie die Kollegen von Heise Security, die sich tiefergehend mit dem Problem beschäftigten, berichten. Auch bei einigen Modellen des chinesischen Herstellers OnePlus wurden inzwischen ähnliche Probleme entdeckt. Hinzu kommt, dass auch bei Android 11 schon entsprechende Fehler aufgetreten sind.
Der Kern des Problems liegt darin, dass auf der Anwendungs-Ebene des Android-Systems schon lange keine reinen Bilddaten der Kamera mehr ankommen. Schon früh greifen Mechanismen zur Bildverbesserung, die teilweise von KI-Algorithmen gestützt werden. Was dann beim Nutzer beziehungsweise seinen Apps ankommt, ist somit letztlich nur eine hoffentlich gute Interpretation dessen, was der Sensor der Kamera wirklich aufgefangen hat. Zum Problem wird dies eben, wenn eine möglichst korrekte Wiedergabe des realen Objekts benötigt wird, wie es bei QR-Codes der Fall ist, die in ihren zahlreichen kleinen schwarzen und weißen Quadraten Informationen kodieren.
Inzwischen ist auch ein weiterer möglicher Fehler bestätigt: Termine, die im QR-Code eingebettet sind, werden teilweise fehlerhaft in den Kalender des Smartphones übernommen. Sowohl Pixel- als auch OnePlus-Smartphones verlegen den Termin schlicht einen Monat nach hinten. Und auch bei der Interpretation der Zeitzone macht das Google-System Fehler - ein Problem, das auch die Auswertung von Aufnahmen der Lens-App auf Servern in der Google-Cloud betraf. Ein erstes Update, das Google am Wochenende bereitstellte, soll zumindest dafür sorgen, dass Links nun wieder ordentlich interpretiert werden. Bei den Terminen bestehen die Probleme jedoch fort.
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Der Kern des Problems liegt darin, dass auf der Anwendungs-Ebene des Android-Systems schon lange keine reinen Bilddaten der Kamera mehr ankommen. Schon früh greifen Mechanismen zur Bildverbesserung, die teilweise von KI-Algorithmen gestützt werden. Was dann beim Nutzer beziehungsweise seinen Apps ankommt, ist somit letztlich nur eine hoffentlich gute Interpretation dessen, was der Sensor der Kamera wirklich aufgefangen hat. Zum Problem wird dies eben, wenn eine möglichst korrekte Wiedergabe des realen Objekts benötigt wird, wie es bei QR-Codes der Fall ist, die in ihren zahlreichen kleinen schwarzen und weißen Quadraten Informationen kodieren.
Updates helfen nur teilweise
Bisher wurden bereits verschiedene Probleme dabei beobachtet, wie die in QR-Codes enthaltenen Links in Klartext übersetzt wurden. Hier kam es mehrfach dazu, dass die Punkte zur Abtrennung von einzelnen Bestandteilen der Domain falsch gesetzt wurden. Manchmal wurden auch schlicht Zeichen vom Ende eines URL weggeschnitten. Das kann dazu führen, dass Nutzer statt einer gewünschten Seite lediglich auf einer Fehlermeldung landen - im schlechteren Fall sogar, dass sie der Weg zu einer geschickt platzierten Phishing-Seite führt.Inzwischen ist auch ein weiterer möglicher Fehler bestätigt: Termine, die im QR-Code eingebettet sind, werden teilweise fehlerhaft in den Kalender des Smartphones übernommen. Sowohl Pixel- als auch OnePlus-Smartphones verlegen den Termin schlicht einen Monat nach hinten. Und auch bei der Interpretation der Zeitzone macht das Google-System Fehler - ein Problem, das auch die Auswertung von Aufnahmen der Lens-App auf Servern in der Google-Cloud betraf. Ein erstes Update, das Google am Wochenende bereitstellte, soll zumindest dafür sorgen, dass Links nun wieder ordentlich interpretiert werden. Bei den Terminen bestehen die Probleme jedoch fort.
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