Mehr Wohl für die Mitarbeiter:
Panasonic wechselt auf 4-Tage-Woche
Der japanische Elektronikkonzern Panasonic will in großem Umfang auf eine 4-Tage-Woche umstellen. Dadurch will man sich einen Vorteil im Wettbewerb um gute Talente verschaffen, aber auch das Wohlergehen und die Produktivität der Mitarbeiter steigern.
"Wir müssen das Wohlergehen unserer Mitarbeiter fördern", sagte Konzernchef Yuki Kusumi laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung Nikkei bei einem Briefing für Investoren. In einem ersten Schritt sollen Beschäftigte, die dies wünschen, einen dritten freien Tag pro Woche bekommen. Schrittweise sollte dann mit der Zeit eine Anpassung der gesamten Arbeitsstruktur im Unternehmen erfolgen.
Das Panasonic-Management will den Mitarbeitern so mehr Zeit geben, eigene Interessen zu verfolgen, sei es für ehrenamtliche Tätigkeiten, Fortbildungen oder auch einen Nebenjob. Dies klingt erst einmal danach, als würden die Beschäftigten dann vor allem weniger Kraft in ihren Job stecken. Untersuchungen mit entsprechenden Pilotprojekten zeigten jedoch, dass das Gegenteil der Fall ist.
Die meisten entsprechenden Vorstöße gibt es derzeit in Japan, was dem Klischee der Workoholic-Nation etwas widerspricht. Allerdings gehört Japan schon lange nicht mehr zu den Ländern mit den höchsten Arbeitszeiten. Nach Daten der OECD liegt man sogar etwas unter dem Durchschnitt, während beispielsweise in den USA, Russland und Südkorea deutlich länger gearbeitet wird.
Siehe auch: Jack Ma vollzieht Kehrtwende: Arbeitszeit sollte auf 12 h/Woche sinken
Das Panasonic-Management will den Mitarbeitern so mehr Zeit geben, eigene Interessen zu verfolgen, sei es für ehrenamtliche Tätigkeiten, Fortbildungen oder auch einen Nebenjob. Dies klingt erst einmal danach, als würden die Beschäftigten dann vor allem weniger Kraft in ihren Job stecken. Untersuchungen mit entsprechenden Pilotprojekten zeigten jedoch, dass das Gegenteil der Fall ist.
Mehr Kraft pro Job
Microsoft hatte in seiner japanischen Niederlassung im Jahr 2019 eine 4-Tage-Woche getestet - allerdings nicht dauerhaft. Zu dieser Zeit stieg die Produktivität der Mitarbeiter um bis zu 40 Prozent. Ähnliches berichteten auch andere Unternehmen. Dazu tragen verschiedene Faktoren bei: Zum einen sind die Leute zufriedener mit ihrem Job und hängen sich mehr rein, zum anderen fällt vor allem die Arbeitszeit weg, in denen die Angestellten ohnehin nicht mehr so leistungsfähig sind.Die meisten entsprechenden Vorstöße gibt es derzeit in Japan, was dem Klischee der Workoholic-Nation etwas widerspricht. Allerdings gehört Japan schon lange nicht mehr zu den Ländern mit den höchsten Arbeitszeiten. Nach Daten der OECD liegt man sogar etwas unter dem Durchschnitt, während beispielsweise in den USA, Russland und Südkorea deutlich länger gearbeitet wird.
Siehe auch: Jack Ma vollzieht Kehrtwende: Arbeitszeit sollte auf 12 h/Woche sinken
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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