Drohnen-Hersteller DJI wird von US-Regierung mit Embargo belegt
Der bekannte Drohnen-Hersteller DJI Technology muss jetzt damit leben, ebenfalls von Sanktionen der US-Regierung betroffen zu sein. Dieser landet jetzt gemeinsam mit sieben weiteren Unternehmen auf einer überarbeiteten Embargo-Liste.
DJI ist derzeit der größte kommerzielle Hersteller von Drohnen für verschiedene Anwendungsbereiche. Die Flugsysteme sind in aller Welt beliebt und werden geschätzt. In den USA wird man sie nun aber wohl kaum noch bekommen und es steht die Frage im Raum, ob das chinesische Unternehmen zukünftig noch alle bisher eingesetzten Bauteile problemlos erwerben kann, um zumindest die Kunden im Rest der Welt weiter zu beliefern.
Über die Ausweitung der Embargo-Liste hat gerade die Financial Times berichtet, die sich auf zwei verschiedene Quellen beruft, die mit dem Vorhaben vertraut sind. Neben DJI gehören hier vor allem BioTech-Unternehmen zu der Gruppe. Die fraglichen Firmen kommen auf eine erweiterte Embargo-Liste, die auch Investitionen in sie untersagt.
DJI landet auf der Liste, weil das Unternehmen dem militärisch-industriellen Komplex Chinas zugerechnet wird. Denn die Drohnen-Technologien kommen nicht nur in Systemen für den Privatkunden-Markt zum Einsatz. Der Hersteller beliefert auch staatliche Organe in China und die Kamera-Drohnen DJIs sollen so auch bei der Überwachung der Uyghuren-Minderheit im Norden des Landes zum Einsatz kommen.
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Über die Ausweitung der Embargo-Liste hat gerade die Financial Times berichtet, die sich auf zwei verschiedene Quellen beruft, die mit dem Vorhaben vertraut sind. Neben DJI gehören hier vor allem BioTech-Unternehmen zu der Gruppe. Die fraglichen Firmen kommen auf eine erweiterte Embargo-Liste, die auch Investitionen in sie untersagt.
Diverse BioTech-Firmen betroffen
Ein etwas größerer Kreis aus rund einem Dutzend chinesischen Unternehmen landet zusätzlich "nur" auf der Liste, die Exporte an die Firmen beschränkt. Die Berichte über die Ausweitung des Embargos durch die Biden-Regierung in Washington führte allerdings bereits zu ordentlichen Erschütterungen an den Börsen in Hongkong und in China, wobei aufgrund des BioTech-Schwerpunktes vor allem der medizinische Bereich betroffen war.DJI landet auf der Liste, weil das Unternehmen dem militärisch-industriellen Komplex Chinas zugerechnet wird. Denn die Drohnen-Technologien kommen nicht nur in Systemen für den Privatkunden-Markt zum Einsatz. Der Hersteller beliefert auch staatliche Organe in China und die Kamera-Drohnen DJIs sollen so auch bei der Überwachung der Uyghuren-Minderheit im Norden des Landes zum Einsatz kommen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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