EU wird öffentlich finanzierte Software als Open Source freigeben
Auf Ebene der Europäischen Union soll zukünftig der Grundsatz gelten, dass Software, deren Entwicklung mit öffentlichen Mitteln finanziert wurde, der Allgemeinheit auch unter Open Source-Lizenzen zur Verfügung gestellt wird.
Entsprechende Vorschriften sind jetzt von der EU-Kommission beschlossen worden. Diese beruft sich dabei auf eine aktuelle Studie über die Auswirkungen quelloffener Software und Hardware auf verschiedene Bereiche wie die Innovationskraft der Wirtschaft, die technologische Unabhängigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit. Diese kam zu dem Ergebnis, dass die Rendite bei Investitionen in Open Source im Durchschnitt viermal höher ist.
"Quelloffenheit bietet große Vorteile in einem Bereich, in dem die EU eine führende Rolle einnehmen kann. Die neuen Vorschriften sorgen für mehr Transparenz, und die Kommission, die Bürgerinnen und Bürger, die Unternehmen und Behörden in ganz Europa werden von der Entwicklung quelloffener Software profitieren können", sagte der für Haushalt und Verwaltung zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn.
Die EU-Kommission lässt für ihre Verwaltungen und andere Organisationsteile durchaus einiges an Software entwickeln. Dazu gehört beispielsweise die Plattform Legislation Editing Open Software (LEOS) zum Abfassen von Rechtstexten oder die Standards und Tools rund um die eSignature, mit der die EU-Mitgliedsstaaten untereinander mit signierten Dokumenten kommunizieren können.
Die EU-Kommission wird ihre Software laut dem Beschluss in Kürze quelloffen in einer zentralen Datenbank zur Verfügung stellen und so den Zugang und die Weiterverwendung erleichtern. Vor ihrer Veröffentlichung wird jede Software auf Sicherheits- und Vertraulichkeitsrisiken, Datenschutzaspekte oder potenzielle Verstöße gegen Rechte des geistigen Eigentums Dritter geprüft, hieß es.
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"Quelloffenheit bietet große Vorteile in einem Bereich, in dem die EU eine führende Rolle einnehmen kann. Die neuen Vorschriften sorgen für mehr Transparenz, und die Kommission, die Bürgerinnen und Bürger, die Unternehmen und Behörden in ganz Europa werden von der Entwicklung quelloffener Software profitieren können", sagte der für Haushalt und Verwaltung zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn.
Zentrale Datenbank geplant
Er verwies darüber hinaus darauf, dass die öffentliche Verfügbarkeit der Codes letztlich auch die gesellschaftlichen Kosten für die Entwicklung senken. Denn die Verbesserungen und Neuerungen, die von anderen Programmierern getätigt wurden, müssen dann nicht immer noch einmal umgesetzt werden. Das spart letztlich erhebliche Ressourcen. Und auch die positiven Auswirkungen des Open Source-Prinzips auf die Sicherheit gelten gemeinhin als gegeben.Die EU-Kommission lässt für ihre Verwaltungen und andere Organisationsteile durchaus einiges an Software entwickeln. Dazu gehört beispielsweise die Plattform Legislation Editing Open Software (LEOS) zum Abfassen von Rechtstexten oder die Standards und Tools rund um die eSignature, mit der die EU-Mitgliedsstaaten untereinander mit signierten Dokumenten kommunizieren können.
Die EU-Kommission wird ihre Software laut dem Beschluss in Kürze quelloffen in einer zentralen Datenbank zur Verfügung stellen und so den Zugang und die Weiterverwendung erleichtern. Vor ihrer Veröffentlichung wird jede Software auf Sicherheits- und Vertraulichkeitsrisiken, Datenschutzaspekte oder potenzielle Verstöße gegen Rechte des geistigen Eigentums Dritter geprüft, hieß es.
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