Black-Friday-Scherz: Huawei "verschenkt" in den USA Smartphones
Der Black Friday ist der größte Feiertag des Kapitalismus, seit dem Siegeszug des E-Commerce ist es auch ein globaler. So mancher sieht diese Schnäppchenjagd aber auch kritisch und aktuell beweist Huawei, dass man anlässlich des Black Friday auch politische Kritik üben kann.
Denn der chinesische Hersteller sorgte gestern mit einem simplen Tweet für viel Aufsehen (via derStandard). Denn das Social-Media-Team von Huawei USA kündigte ein "Black Friday-Special" an. Der Clou dieses besonderen Sonderangebots, es war ein "100-Prozent-Rabatt auf alle Telefone, die wir derzeit in den USA verkaufen". Das bedeutete im Wesentlichen, dass man alle Smartphones effektiv verschenkt.
Das hatte zur Folge, dass Huawei USA den durchaus witzigen Tweet selbst auflösen bzw. erläutern musste: "Okay, Leute. Es ist nur ein Scherz. Wir können in den USA nichts verkaufen."
Eine Änderung dieses "Geächteten"-Status ist indes nicht zu erwarten. Denn auch wenn Präsident Biden nicht so laut poltert wie sein Amtsvorgänger: Am Huawei-Bann ändert sich nichts. Im Gegenteil: Erst vor einer Woche hat der Präsident ein Gesetz unterschrieben, das den Ausschluss von Unternehmen wie Huawei vom US-Markt noch weiter zementiert.
Siehe auch:
Was man nicht anbieten darf, kann auch nicht verschenkt werden
Oder besser gesagt verschenken würde. Denn wie aufmerksame Beobachter der aktuellen Wirtschaft und Politik sicherlich wissen, ist das "derzeit in den USA verkaufen" der entscheidende Punkt. Denn Huawei verkauft aktuell keine Smartphones in den USA. Grund dafür ist das nach wie vor geltende Handelsembargo bzw. Verkaufsverbot, das Donald Trump als US-Präsident ausgesprochen hat und das unter seinem Nachfolger Joe Biden aufrecht erhalten wird. Dem Tweet war auch ein auf dem Kopf stehendes Lach-Emoji angefügt, man konnte also durchaus erkennen, dass es sich hier um einen ironischen bis zynischen Tweet handelt. Dennoch erkannte das manche*r nicht und wollte wissen, wo diese Aktion zu finden ist, einige beschwerten sich auch verärgert darüber.Das hatte zur Folge, dass Huawei USA den durchaus witzigen Tweet selbst auflösen bzw. erläutern musste: "Okay, Leute. Es ist nur ein Scherz. Wir können in den USA nichts verkaufen."
Eine Änderung dieses "Geächteten"-Status ist indes nicht zu erwarten. Denn auch wenn Präsident Biden nicht so laut poltert wie sein Amtsvorgänger: Am Huawei-Bann ändert sich nichts. Im Gegenteil: Erst vor einer Woche hat der Präsident ein Gesetz unterschrieben, das den Ausschluss von Unternehmen wie Huawei vom US-Markt noch weiter zementiert.
Siehe auch:
- Huawei will Smartphone-Designs am US-Embargo vorbei lizenzieren
- Biden unterzeichnet Gesetz: Huawei & Co. sind in den USA komplett raus
- US-Embargo: Huawei steht vor dem Verkauf seiner x86-Server-Sparte
- Embargo gegen Huawei: USA drohen weiter mit der großen Keule
- Erste Ausnahme: US-Unternehmen dürfen an Huawei Auto-Chips liefern
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