iPhone-Tracking-Schutz kostet große Tech-Firmen viele Milliarden
Die Macht von Apple und dem iPhone-Ökosystem ist groß und so schlägt auch die Verschärfung der Privatsphäre mit iOS 14.5 riesige Wellen. Seit Einführung haben große Tech-Plattformen, die auf Ad-Targeting setzen, viele Milliarden weniger mit Werbung verdient.
Die iOS-Nutzer sprechen sich weltweit gegen Tracking aus
In den USA wird noch weniger Tracking erlaubt
Wie die Financial Times (via Gizmodo) aktuell berichtet, haben alleine die vier Unternehmen Facebook, Twitter, YouTube und Snap durchschnittlich 12 % des Umsatzes im dritten und vierten Quartal 2021 eingebüßt. Die Privatsphären-Anpassung mit iOS 14.5 steht demnach in direktem Zusammenhang mit geschätzt 9,85 Milliarden Dollar an entgangenen Einnahmen in der zweiten Hälfte dieses Jahres, so die Rechnung der Marktexperten von Lotame.
Der Rückgang bei den großen Plattformen wird aber nicht von allgemeinen Kürzungen der Werbeindustrie begleitet. Vielmehr verlagern Marketing-Firmen die Budgets auf Werbeformen, bei denen die Wirksamkeit weiter nachvollzogen werden kann. Die großen Plattformen werden jetzt viel investieren, um auch wieder unter iOS mehr von diesem Kuchen abzubekommen.
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Milliarden weniger Umsätze wegen iOS 14.5
Auf iPhones müssen Apps seit diesem Jahr immer um Erlaubnis bitten, wenn sie Daten für die Auslieferung von gezielter Werbung nutzen wollen. Zahlen aus den Wochen nach der Einführung sprechen dafür, dass hier nur sehr wenige Nutzer die entsprechende Erlaubnis erteilen - in den USA liegt der Wert laut Berichten bei lediglich 4 Prozent der iPhone-Nutzer. Diese Tatsache führt bei allen Tech-Firmen, die mit gezielter Werbung Geld verdienen, in kürzester Zeit zu einem empfindlichen Rückgang.Noch zu niedrig geschätzt
Andere Experten halten diese Schätzungen für noch deutlich zu niedrig. Wie Werbeexperte Eric Seufert gegenüber Financial Times ausführt, könnte sich der Umsatzrückgang alleine bei Facebook in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 8,3 Milliarden belaufen. "Einige der am stärksten betroffenen Plattformen - vor allem Facebook - müssen ihre Maschinerie deshalb von Grund auf neu aufbauen", so Seufert.Der Rückgang bei den großen Plattformen wird aber nicht von allgemeinen Kürzungen der Werbeindustrie begleitet. Vielmehr verlagern Marketing-Firmen die Budgets auf Werbeformen, bei denen die Wirksamkeit weiter nachvollzogen werden kann. Die großen Plattformen werden jetzt viel investieren, um auch wieder unter iOS mehr von diesem Kuchen abzubekommen.
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