Dark HunTor: Großaktion gegen illegalen Schmerzmittel-Handel

In einer groß angelegten internationalen Operation sind Polizeibehörden gegen den Vertrieb illegaler Drogen im Darknet vorgegangen. Auch Deutschland spielte in der "Operation Dark HunTor" eine herausragende Rolle.
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Wie aus einem Bericht des US-Justizministeriums hervorgeht, wurden im Zuge der gemeinsamen Operation allein in den USA 65 Personen festgenommen. Deutschland kam mit 47 Verhaftungen an zweiter Stelle, Großbritannien folgte mit 24. Festgesetzt wurden Verdächtige außerdem in Bulgarien, Frankreich, den Niederlanden, Italien und der Schweiz, hier ging es aber nur um vereinzelte Beschuldigte.

In die Ermittlungen, die sich über einen Zeitraum von zehn Monaten erstreckten, waren Behörden aus Dutzenden Ländern auf drei Kontinenten eingebunden. In erster Linie richtete sich die Fahndung gegen den illegalen Handel von Medikamenten - insbesondere verschiedene Opiate, deren Missbrauch ein mindestens ebenso großes Problem darstellt, wie man es von den üblichen Straßendrogen kennt.

Unberechenbare Pillen

Während der Razzien, die den Ermittlungsarbeiten folgten, wurden rund 234 Kilogramm illegaler Drogen beschlagnahmt. Einen großen Anteil hatte hier Fentanyl. Laut der Stellvertretenden US-Bundesstaatsanwältin Lisa Monaco habe man dieses in einem Umfang sichergestellt, der rund 4 Millionen tödlichen Dosen entspräche. Bei den verhafteten Personen handelt es sich ausschließlich um solche, die im Verdacht stehen, mit diesem Betäubungsmittel gehandelt zu haben.

Fentanyl hat etwa die hundertfache Wirkung eines herkömmlichen Morphins und ist insbesondere bei schmerzmittelabhängigen Personen entsprechend nachgefragt. Mit der Wirkung steigen aber natürlich auch die Nebenwirkungen. Letztlich kann eine einzige Pille hier bei unsachgemäßer Anwendung bereits zum Tod führen - insbesondere natürlich dann, wenn auf dem Schwarzmarkt Varianten gekauft werden, bei denen die Herstellung keiner Aufsicht unterliegt und die entsprechend unsichere Dosen enthalten können.

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