Facebook: 178 Mio. Datensätze gestohlen, Klage gegen Entwickler
Das Social-Media-Unternehmen Facebook verklagt einen Entwickler aus der Ukraine. Der Programmierer soll mehr als 178 Millionen Datensätze gestohlen und anschließend auf dem Schwarzmarkt verkauft haben. Die Daten wurden von Januar 2018 bis September 2019 abgegriffen.
Wie The Record schreibt, soll der ukrainische Entwickler Alexander Solonchenko die Daten von 178 Millionen Facebook-Nutzern entwendet haben. Hierfür hat er die in den Messenger eingebaute Funktion zum Importieren von Kontakten ausgenutzt. Mit einem automatisierten Tool, das Android-Geräte simuliert, konnte er an zahlreiche Telefonnummern gelangen. Das Import-Feature wurde auch erst Ende des vorletzten Jahres abgeschafft, sodass Alexander Solonchenko bis September 2019 Zeit hatte, mehrere Millionen Nutzerdaten zu speichern.
Am 1. Dezember 2020 hat der Entwickler die gesammelten Informationen dann in einem Forum für gestohlene Daten angeboten. Alexander Solonchenko hat hierfür allerdings den gleichen Nutzernamen, mit dem er sich auch bei anderen Diensten angemeldet hat, verwendet. Über Job-Portale und E-Mail-Accounts ist es Facebook daraufhin gelungen, den Angreifer zu identifizieren.
Darüber hinaus möchte Facebook den Entwickler auf sämtlichen Plattformen, die dem Internet-Giganten gehören, sperren. Alexander Solonchenko hätte also zukünftig keine Möglichkeit mehr, auf Dienste wie Facebook und Instagram zuzugreifen. Ob der Antrag angenommen wird, muss dann demnächst ein Bundesgericht in Kalifornien entscheiden.
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Am 1. Dezember 2020 hat der Entwickler die gesammelten Informationen dann in einem Forum für gestohlene Daten angeboten. Alexander Solonchenko hat hierfür allerdings den gleichen Nutzernamen, mit dem er sich auch bei anderen Diensten angemeldet hat, verwendet. Über Job-Portale und E-Mail-Accounts ist es Facebook daraufhin gelungen, den Angreifer zu identifizieren.
Programmierer soll Schadensersatz zahlen
Somit konnte das soziale Netzwerk eine Klage gegen den Programmierer einreichen. Facebook fordert das Gericht dazu auf, ihm zu verbieten, die abgegriffenen Datensätze weiterhin zu verkaufen. Zudem möchte der Konzern Schadensersatz von dem Ukrainer gezahlt bekommen. Um welche Summe es sich handelt, wurde jedoch bisher nicht genannt.Darüber hinaus möchte Facebook den Entwickler auf sämtlichen Plattformen, die dem Internet-Giganten gehören, sperren. Alexander Solonchenko hätte also zukünftig keine Möglichkeit mehr, auf Dienste wie Facebook und Instagram zuzugreifen. Ob der Antrag angenommen wird, muss dann demnächst ein Bundesgericht in Kalifornien entscheiden.
Siehe auch:
- Facebook plant offenbar, Namen zu ändern - bereits nächste Woche
- Blick in den Giftschrank: Facebooks geheime Liste gefährlicher Nutzer
- Facebook & Instagram: Mehr Freunde, weniger Toxizität im Feed geplant
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