USA stellen Ransomware-Gruppen jetzt mit Anti-Terror-Taktik nach

Der Kampf gegen Ransomware-Betreiber rückt auf der Prioritätenliste des US Justizministeriums jetzt ganz nach oben. Den Tätern widmen die zuständigen Behörden nun die gleiche Aufmerksamkeit wie beispielsweise Terroristen. Die Erpressungsfälle von Ransomware-Gruppen werden seit langer Zeit nicht weniger, das Vorgehen wird vielmehr immer stärker auf einen möglichst hohen Gewinn optimiert. Und der kürzliche Angriff auf eine wichtige Pipeline-Infrastruktur ließ die US-Behörden etwas nervös werden. In Washington, D.C., wurde daher nun eine Taskforce eingerichtet, die sich auf diesen Kriminalitätstyp konzentrieren soll.

Sämtliche Staatsanwaltschaften, die dem Bund unterstehen, wurden außerdem angewiesen, sämtliche ihnen bekannt werdenden Fälle von Ransomware an die zentrale Stelle zu melden. Und auch darüber hinaus soll die Taskforce daran arbeiten, die dahinter stehenden Tätergruppen zu verfolgen.

"Es handelt sich um einen speziellen Prozess, mit dem wir alle Ransomware-Fälle nachverfolgen wollen - auch wenn diese keinen Bezug zu unserem Land haben", erklärte John Carlin vom US-Justizministerium laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. "Damit können wir dann Verbindungen zwischen den Akteuren herstellen und Möglichkeiten finden, die Strukturen anzugreifen."

Das Verfahren, nach dem man jetzt vorgeht, wird normalerweise zur Aufklärung von Bedrohungen genutzt, die die nationale Sicherheit betreffen. Und Ransomware sieht man davon nicht mehr weit entfernt. Denn längst handelt es sich hier nicht mehr um die altbekannten Attacken von Verschlüsselungs-Trojanern auf die Urlaubsfotos normaler Nutzer. Die Täter greifen immer häufiger große Unternehmen und wichtige Infrastrukturen an, um in einem Rutsch große Gewinne mitzunehmen. Der Betreiber der genannten Pipeline zahlte beispielsweise 5 Millionen Dollar, um wieder Zugang zu seinen IT-Systemen zu bekommen.

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