"Colette": Respawn ist das erste Spielestudio, das einen Oscar gewinnt
Vergangene Nacht wurden die Oscars vergeben und wir haben die großen Gewinner bereits in einem separaten Artikel vorgestellt. Die vielleicht ungewöhnlichste Story gehört aber zum Gewinner der Kategorie Dokumentarkurzfilm. Denn dieser wurde ursprünglich für ein Spiel gedreht.
Colette, wie der diesjährige Gewinnerfilm in der Kategorie Dokumentarkurzfilm heißt, ist ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnlicher Streifen. Das beginnt alleine beim Thema und endet am Umstand, dass den Film ein auf Shooter spezialisiertes Gaming-Unternehmen gedreht hat, nämlich die Electronic Arts-Tochter Respawn Entertainment. Das ist das erste Mal, dass ein Academy Award (indirekt) an einen Spielentwickler geht.
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Das berührendste und vielleicht beeindruckendste Dokument dieser Gallery ist der 24 Minuten lange Film über Colette Marin-Catherine. Die französische Widerstandskämpferin - sie ist eine der letzten noch lebenden Résistance-Mitglieder - geht in der Kurzdoku gemeinsam mit der Geschichtsstudentin Lucie Fouble auf eine besondere Reise.
Marin-Catherine hat sich nämlich einst geschworen, nie einen Fuß auf deutschen Boden zu setzen. Im hohen Alter von (heute) 90 Jahren macht sie aber eine Ausnahme und reist in das Land des ehemaligen Feindes, genauer gesagt in das KZ Mittelbau-Dora. Dort wurde nämlich ihr Bruder von den Nationalsozialisten ermordet und die Reise, der sie ihr ganzes Leben aus dem Weg ging, kostete sie entsprechend viel psychologische Kraft.
Der Film, der vom britischen Guardian gekauft, auf einem Festival gezeigt und somit Oscar-tauglich gemacht wurde, ist nicht nur der erste Academy Award für ein Spielestudio, sondern auch für Facebook. Denn die Oculus Studios haben Colette koproduziert.
Teil von Medal of Honor: Above and Beyond
Colette wurde nämlich für das VR-Spiel Medal of Honor: Above and Beyond gedreht, es ist dort Teil des Gallery-Bereichs. Die Inhalte dieser Galerie können Spieler des Weltkriegs-Shooters nach und nach freischalten, dort bekommen sie Zugriff auf eine Sammlung mehrerer Kurzdokumentationen. Darin werden Veteranen interviewt und die ehemaligen Kämpfer und Soldaten besuchen auch teils Schlachtfelder und andere Schauplätze von damals.
Auf YouTube ansehenDas berührendste und vielleicht beeindruckendste Dokument dieser Gallery ist der 24 Minuten lange Film über Colette Marin-Catherine. Die französische Widerstandskämpferin - sie ist eine der letzten noch lebenden Résistance-Mitglieder - geht in der Kurzdoku gemeinsam mit der Geschichtsstudentin Lucie Fouble auf eine besondere Reise.
Marin-Catherine hat sich nämlich einst geschworen, nie einen Fuß auf deutschen Boden zu setzen. Im hohen Alter von (heute) 90 Jahren macht sie aber eine Ausnahme und reist in das Land des ehemaligen Feindes, genauer gesagt in das KZ Mittelbau-Dora. Dort wurde nämlich ihr Bruder von den Nationalsozialisten ermordet und die Reise, der sie ihr ganzes Leben aus dem Weg ging, kostete sie entsprechend viel psychologische Kraft.
Der Film, der vom britischen Guardian gekauft, auf einem Festival gezeigt und somit Oscar-tauglich gemacht wurde, ist nicht nur der erste Academy Award für ein Spielestudio, sondern auch für Facebook. Denn die Oculus Studios haben Colette koproduziert.
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