Amazon: Angestellte müssen nun Rund-um-Überwachung absegnen
Amazon-Angestellte, die in den USA Pakete ausliefern, müssen ab sofort neuen Überwachungsmaßnahmen zustimmen, sofern sie ihren Job behalten wollen. Das System bestehe aus in den Fahrzeugen verbauten Kameras, KI-Verhaltensanalyse und Gesichtserkennung.
Wollen Amazon-Fahrer in den USA auch zukünftig ihrem Beruf nachgehen, müssen sie einer Rund-Um-Überwachung zustimmen. Die Journalistin Lauren Kaori Gurley veröffentlichte entsprechende Screenshots der Einverständniserklärung auf Twitter. Die Überwachungstechnologie bestehe demnach aus vier HD-Kameras, die in den Fahrzeugen verbaut sind und sowohl die Angestellten als auch die Umgebung durchgehend beobachten. Mittels künstlicher Intelligenz (KI) sollen gefährliche Verkehrssituationen oder Verhaltensweisen des Fahrenden erkannt werden. Auch die Paketübergabe wird dokumentiert.
Bereits zuvor habe Amazon verlangt, den Schichtbeginn nicht nur mit einer Keycard sondern auch mit einem Selfie zu dokumentieren. Zudem ist der Einsatz von Amazons Mentor-App Pflicht, welche Fahrweise sowie Telefonnutzung überwacht und durchgehend den Standort an Amazon übermittelt. Abschließend generiere die App einen Score, mit dem die Leistungen der Angestellten bewertet werden können.
Es ist nicht das erste Mal, dass Amazon wegen seinem Umgang mit Angestellten oder Überwachung in der Kritik steht. Erst Anfang Februar wurde bekannt, dass das Unternehmen seinen Flex-Fahrern Trinkgeld in Höhe von knapp 62 Millionen Dollar vorenthalten hatte. Außerdem schlug 2019 ein Patent hohe Wellen, das die Überwachung von Nachbarschaften durch Amazons Lieferdrohnen ermöglichen soll.
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Detaillierte Überwachung
Außerdem soll das Überwachungssystem im Fahrzeug die Angestellten fortan durch Gesichtserkennung authentifizieren und mit ihrem Fahrerkonto verbinden. Eine entsprechende Verarbeitung biometrischer Informationen müssen die Angestellten ebenfalls abnicken. Im Zuge dieser Kontroverse erklärte ein Amazon-Mitarbeiter jüngst der Nachrichtenagentur Reuters, dass er die Verletzung seiner Privatsphäre und den Vertrauensbruch nicht weiter hinnehmen könne und kündigte noch vor Inkrafttreten der neuen Maßnahmen am 23. März.Bereits zuvor habe Amazon verlangt, den Schichtbeginn nicht nur mit einer Keycard sondern auch mit einem Selfie zu dokumentieren. Zudem ist der Einsatz von Amazons Mentor-App Pflicht, welche Fahrweise sowie Telefonnutzung überwacht und durchgehend den Standort an Amazon übermittelt. Abschließend generiere die App einen Score, mit dem die Leistungen der Angestellten bewertet werden können.
KI-Überwachung die "letzte Demütigung"
"Wenn wir über eine Bodenwelle fuhren, klapperte das Telefon, die Mentor-App protokollierte, dass ich das Telefon während der Fahrt benutzte, und bumm, wurde ich angedockt", berichtet der ehemalige Angestellte. Die letzte Demütigung sei nun die Entscheidung gewesen, eine KI-gesteuerte Kamera in den Lieferfahrzeugen zu installieren. Diese soll den Fahrenden während der gesamten Schicht filmen und analysieren. Erkennt die KI der Kamera eine Abweichung im Verhalten wie beispielsweise ein bloßes Gähnen oder ein Blick auf das Handy, speichere sie das Material.Es ist nicht das erste Mal, dass Amazon wegen seinem Umgang mit Angestellten oder Überwachung in der Kritik steht. Erst Anfang Februar wurde bekannt, dass das Unternehmen seinen Flex-Fahrern Trinkgeld in Höhe von knapp 62 Millionen Dollar vorenthalten hatte. Außerdem schlug 2019 ein Patent hohe Wellen, das die Überwachung von Nachbarschaften durch Amazons Lieferdrohnen ermöglichen soll.
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