Erste Erkenntnisse, was zum Riesenausfall bei Microsoft geführt hat
In der Nacht auf Dienstag sorgte ein massiver Microsoft-Ausfall dafür, dass zahlreiche Dienste des Unternehmens wie Teams, Office und Outlook nicht erreichbar waren. Das hatte sogar Auswirkungen auf eine Filmpremiere. Mittlerweile ist (besser) bekannt, was dafür verantwortlich war.
Der jüngste Ausfall bei Microsoft bedeutete nicht nur, dass praktisch alle relevanten Dienste des Redmonder Konzerns nicht erreichbar waren, sondern hatte auch für Filmfans schwerwiegende Folgen: Denn die Freischaltung des von vielen Comic- und Filmfans sehnsüchtig erwarteten Snyder-Cuts von Justice League musste um rund sechs Stunden verschoben werden, da die per Teams durchgeführte virtuelle Filmpremiere nicht stattfinden konnte.
Ein derart massiver und weltweiter Ausfall führt natürlich sofort zur Frage nach dem Warum und diese beantwortet nun Mary Jo Foley teilweise. Denn die Microsoft-Spezialistin von ZDNet berichtet, dass der Redmonder Konzern eine erste Analyse veröffentlicht hat und mittlerweile näher sagen kann, was zum Azure Active Directory-Ausfall geführt hat.
Microsoft erklärt, dass als Teil der "Standard-Sicherheitshygiene" ein automatisiertes System nach einem zeitbasierten Zeitplan Schlüssel entfernt, die nicht mehr verwendet werden. Der Key, der zu den Problemen geführt hat, wurde in den vergangenen Wochen zum "Beibehalten" (länger als vorgesehen) markiert, da er eine "komplexe Cross-Cloud-Migration" unterstützen sollte. Hier kam es aber zu einem Bug, da der Schlüssel, bei dem der Beibehalten-Status ignoriert wurde, entfernt wurde.
Der Rollback wurde nach etwa zwei Stunden in die Wege geleitet. Das funktioniert allerdings nicht auf Knopfdruck, da die wiederhergestellten Metadaten erst langsam bei den einzelnen Anwendungen ankommen müssen - entsprechend dauerte der Ausfall Stunden. Microsoft will den Ausfall zum Anlass nehmen, um weitere Maßnahmen umzusetzen, damit das nicht erneut passiert.
Siehe auch: Riesenausfall bei Microsoft Teams, Office, Outlook & Co; peinliche Folgen
Ein derart massiver und weltweiter Ausfall führt natürlich sofort zur Frage nach dem Warum und diese beantwortet nun Mary Jo Foley teilweise. Denn die Microsoft-Spezialistin von ZDNet berichtet, dass der Redmonder Konzern eine erste Analyse veröffentlicht hat und mittlerweile näher sagen kann, was zum Azure Active Directory-Ausfall geführt hat.
Problem beim Key-Wechsel
In den auf Azure Status History veröffentlichten vorläufigen Erkenntnissen heißt es: "Die vorläufige Analyse dieses Vorfalls zeigt, dass ein Fehler bei der Rotation von Schlüsseln aufgetreten ist, die zur Unterstützung der Verwendung von OpenID und anderen Identitäts-Standardprotokollen für kryptografische Signiervorgänge durch Azure AD eingesetzt werden."Microsoft erklärt, dass als Teil der "Standard-Sicherheitshygiene" ein automatisiertes System nach einem zeitbasierten Zeitplan Schlüssel entfernt, die nicht mehr verwendet werden. Der Key, der zu den Problemen geführt hat, wurde in den vergangenen Wochen zum "Beibehalten" (länger als vorgesehen) markiert, da er eine "komplexe Cross-Cloud-Migration" unterstützen sollte. Hier kam es aber zu einem Bug, da der Schlüssel, bei dem der Beibehalten-Status ignoriert wurde, entfernt wurde.
Der Rollback wurde nach etwa zwei Stunden in die Wege geleitet. Das funktioniert allerdings nicht auf Knopfdruck, da die wiederhergestellten Metadaten erst langsam bei den einzelnen Anwendungen ankommen müssen - entsprechend dauerte der Ausfall Stunden. Microsoft will den Ausfall zum Anlass nehmen, um weitere Maßnahmen umzusetzen, damit das nicht erneut passiert.
Siehe auch: Riesenausfall bei Microsoft Teams, Office, Outlook & Co; peinliche Folgen
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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