GitHub: Aufruhr nach Entlassung von Mitarbeiter, der vor Nazis warnte
Am 6. Januar stürmten Anhänger von US-Präsident Trump das Kapitol, unter ihnen befanden sich auch deklarierte Neonazis. Mittlerweile wird bei den Vorfällen immer klarer, dass es etliche Hinweise auf diesen Coup-Versuch gab, diese wurden ignoriert oder nicht ernst genommen.
Der Sturm eines rechten Mobs auf den Sitz der US-Demokratie ist und bleibt nicht nur Gesprächsthema Nummer 1 in der Politik, auch die Technikwelt hat es mit den Geschehnissen am Kapitol zu tun. Im Fall von GitHub aber auf eine eher kontroverse Art und Weise.
Daraufhin kritisierte ein anderer Mitarbeiter die Wahl einer "polarisierenden Rhetorik" und daraus entstand eine hitzige interne Debatte, bei der beide Seiten schnell Unterstützer fanden. Noch am selben Tag bekam der Mitarbeiter, der Jude ist, für die Verwendung des Wortes Nazi eine Rüge von der Personalstelle von GitHub. Damit war die Sache aber nicht vorbei, denn zwei Tage später wurde der Mitarbeiter, der aus Angst vor Online-Belästigung anonym bleiben will, entlassen.
Der Mitarbeiter versteht nicht, warum er gefeuert wurde und schrieb via Slack: "Ich wusste nicht, dass es so polarisierend sein würde, als Jude dieses Wort zu sagen." Er sei aufgewachsen, es zu sagen: "Es war eine Geschichte, die wir erzählen mussten - weil Menschen, die diesen Titel trugen, für die Dezimierung ganzer Abstammungslinien verantwortlich waren."
Die Entlassung hat in weiterer Folge zu internen Protesten geführt, rund 200 der insgesamt 1700 Mitarbeiter haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie das Management auffordern, sich dazu zu äußern und sich klarer gegen Antisemitismus und White Supremacy zu positionieren.
GitHub CEO Nat Friedman hat das gestern auch getan. Er hat den Sturm auf das Kapitol verurteilt und auch eine "sorgfältige Untersuchung" der Entlassung angekündigt. Eine Wiedereinstellung möchte der Betroffene aber eigenen Angaben nach ohnehin nicht mehr - da in der IT-Branche eine zu "toxische" Kultur herrsche.
"Passt auf Nazis auf"
Auch bei der zu Microsoft gehörenden Entwickler-Plattform GitHub war der Aufmarsch der Rechten und Rechtsextremen ein Thema. Denn laut einem Bericht von Business Insider warnte ein Mitarbeiter in einem Slack-Chat seine Kollegen, die im Großraum Washington DC arbeiten, dass diese "sicher bleiben" sollen, weil die "Nazis los sind".Daraufhin kritisierte ein anderer Mitarbeiter die Wahl einer "polarisierenden Rhetorik" und daraus entstand eine hitzige interne Debatte, bei der beide Seiten schnell Unterstützer fanden. Noch am selben Tag bekam der Mitarbeiter, der Jude ist, für die Verwendung des Wortes Nazi eine Rüge von der Personalstelle von GitHub. Damit war die Sache aber nicht vorbei, denn zwei Tage später wurde der Mitarbeiter, der aus Angst vor Online-Belästigung anonym bleiben will, entlassen.
Der Mitarbeiter versteht nicht, warum er gefeuert wurde und schrieb via Slack: "Ich wusste nicht, dass es so polarisierend sein würde, als Jude dieses Wort zu sagen." Er sei aufgewachsen, es zu sagen: "Es war eine Geschichte, die wir erzählen mussten - weil Menschen, die diesen Titel trugen, für die Dezimierung ganzer Abstammungslinien verantwortlich waren."
Die Entlassung hat in weiterer Folge zu internen Protesten geführt, rund 200 der insgesamt 1700 Mitarbeiter haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie das Management auffordern, sich dazu zu äußern und sich klarer gegen Antisemitismus und White Supremacy zu positionieren.
GitHub CEO Nat Friedman hat das gestern auch getan. Er hat den Sturm auf das Kapitol verurteilt und auch eine "sorgfältige Untersuchung" der Entlassung angekündigt. Eine Wiedereinstellung möchte der Betroffene aber eigenen Angaben nach ohnehin nicht mehr - da in der IT-Branche eine zu "toxische" Kultur herrsche.
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