China dringt in Serie zum tiefsten Punkt unseres Planeten vor

Ozean, Meer, Tiefsee, Qualle Bildquelle: Pixabay Ozean, Meer, Tiefsee, Qualle Bildquelle: Pixabay
China macht nicht nur rasante Fortschritte, wenn es darum geht, hoch hinaus (bis zum Mond) zu wollen. Auch in die andere Richtung zeigen sich Erfolge. Gerade tauchten chinesische Forscher zu einer der tiefsten Stellen in den Weltmeeren hinunter. In einer jetzt abgeschlossenen Expedition ist das U-Boot Fendouzhe mehrmals in den Mariannen-Graben getaucht. Dabei erreichte man acht Mal auch den Meeresgrund in einer Tiefe von mehr als 10.000 Metern. Den tiefsten Punkt erreichten die Piloten des Bootes bei einer Tiefe von 10.908 Metern. Zwischen den Tauchgängen verblieben die Leute jeweils in der Fendouzhe, um nicht jedesmal einen vollständigen Druckausgleich absolvieren zu müssen.

Damit kamen sie allerdings noch nicht ganz an die Rekordmarke von 10.934 Metern heran, die der US-Amerikaner Victor Vescovo erst im letzten Jahr mit seinem Boot Limiting Factor erreicht hatte. Dieser gilt seitdem als bisher einziger Mensch, der sowohl den tiefsten, als auch den höchsten Punkt der Erdoberfläche besucht hat - im Mai 2010 war Vescovo bereits auf den Mount Everest gestiegen.

Forschung ganz unten

Das chinesische Projekt diente auch weniger der Jagd nach Rekorden als der Wissenschaft. Die Besatzung sammelte mit ihrem Boot Sedimente, Steine und auch biologische Proben vom Grund des Grabens ein. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Erforschung unseres Planeten - denn die Tiefsee gilt bisher immer noch als wesentlich weniger erforscht als beispielsweise die Oberfläche des Mars.

Insbesondere in die Tiefen des Mariannengrabens hat es bisher nur sehr wenige Menschen verschlagen. Vor den jüngsten Expeditionen waren es genau genommen nur zwei: Jacques Piccard und Don Walsh im Jahr 1960. Es waren also schon wesentlich mehr Menschen auf dem Mond als im Mariannengraben. Denn Tauchgänge in diese Region sind mindestens ebenso kompliziert und gefährlich. Auf jeden Zentimeter Oberfläche des Tauchbootes lastet dort unten immerhin ein Wasserdruck von über einer Tonne.

Lange galt die Auffassung, dass in der Tiefsee generell kaum Leben zu erwarten sei, da in die Meeresregionen von unter 200 Metern bereits kein Licht mehr vordringt und somit insbesondere pflanzliche Lebewesen als Basis der üblichen Nahrungsketten nicht gedeihen können. Mittlerweile ist aber längst klar, dass in den Gebieten, die immerhin einen größeren Teil der Erdoberfläche ausmachen als das Land, sehr vielfältige Formen von Lebewesen zu finden sind.

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